Ziel der vorliegenden Dissertation ist die Erweiterung der Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) zu einem umfassenden Instrument zur Beurteilungder ökologischen Nachhaltigkeit von Entwicklungsprojekten.
Zu diesem Zweck wird zunächst ein Überblick über die am häufigsten verwendeten Projektbewertungsmethoden gegeben. Um auf dieUmweltverträglichkeit von Projekten schließen zu können, wird die zur Projektevaluierung eingesetzte KNA modifiziert und weiterentwickelt.Die erweiterte Kosten-Nutzen-Analyse wird anschließend zur Bewertung des Santa Elena Regenwald Projektes in Costa Ricaangewendet.
Zur Bestimmung der Umweltwirkungen werden Kriterien identifiziert und quantifiziert. Bei der in drei Schritten durchgeführten KNA werdendie drei Schlüsselelemente der Nachhaltigkeit, ökonomische Rentabilität, soziale Allokation und Umweltwirkung, nacheinander in derBerechnung berücksichtigt. Erst wenn jeder Rechenschritt einen zunehmend positiven Betrag aufweist, kann das untersuchte Projekt alsnachhaltig eingestuft werden. Ein positives Ergebnis der herkömmlichen KNA deutet auf ökonomische Rentabilität hin. Ein darüber hinauspositives Ergebnis der auf Verteilungsaspekten fokussierten zweiten KNA stellt die Voraussetzung zur Erfüllung der sozialen Dimensionder Nachhaltigkeit dar. Wenn zuletzt noch die ökologisch erweiterte KNA, bei der explizit Umwelteffekte Berücksichtigung finden,zusätzliche Nettonutzengewinne aufweist, so kann das Projekt als ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltig bezeichnet werden.
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