Förderung von Revisionsfertigkeiten bei Sechstklässlern : Prüfung der Effektivität und Wirkmechanismen eines selbstregulatorischen Schreibtrainings anhand leistungsbezogener, strategienaher und subjektiver Maße der Schreibkompetenz

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Im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung stand die Förderung der Revisionsfertigkeiten von Schülern. Dazu wurde ein Trainingsprogramm entwickelt, in dem text- und prozessbezogene Strategien zum Überarbeiten von narrativen Texten in Kombination mit der Förderung von Fertigkeiten zur Überwachung und Steuerung des Strategieeinsatzes in Anlehnung an den Self-Regulated Strategy Development Ansatz (SRSD) von Harris und Graham (1996, Graham & Harris, 1993) vermittelt wurden. Die Ziele der vorliegenden Arbeit können in zwei Bereiche eingeteilt werden:Zum einen bestand ein Ziel darin, die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des reinen Revisionsstrategietrainings und zusätzlich die Überlegenheit des selbstregulatorischen Revisionsstrategietrainings nachzuweisen. Dazu wurden die zu drei Messzeitpunkten (Prä-, Post- und Follow-up Messung) erhobenen leistungsbezogenen, strategienahen und subjektiven Maße zur Schreibkompetenz der zwei Trainingsgruppen verglichen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Analyse möglicher Mediatoren, um die zugrunde liegenden Wirkmechanismen des Trainingsprogramms zu ermitteln. In der bisherigen pädagogisch-psychologischen Forschung gibt es so gut wie keine Untersuchungen in diesem Bereich (MacKinnon et al., 2007). Bisher finden sich auch keine Mediationsstudien zu dem sehr weit verbreiteten SRSD-Ansatz, auf dem die konzipierten Trainingsprogramme aufbauten.Durch beide Trainingsprogramme konnte die Qualität (strategiebezogene und holistische Schreibleistung) der Schülertexte gesteigert werden. Zu beiden Messzeitpunkten lag die Qualität der Schülertexte aus dem selbstregulatorischen Revisionsstrategietraining (SRT) deutlich über denen des reinen Strategietrainings (RT). Die Überlegenheit der Strategievermittlung mit der expliziten Förderung selbstregulatorischer Prozeduren in Bezug auf die Schreibleistung konnte somit nachgewiesen werden.Die Schüler der SRT-Bedingung wendeten die erlernten Strategien sowohl im direkten Anschluss an das Training als auch sechs Wochen später stärker an als die Schüler der RT-Bedingung. Außerdem konnten durch beide Trainingsprogramme Steigerungen in dem strategiebezogenen Wissen sowie in der eigenen Einschätzung zur schreibbezogenen Selbstwirksamkeitserwartung erreicht werden. Die SRT-Schüler erreichten signifikant besser Werte als die RT-Schüler. Die berichteten Befunde belegen, dass die Hauptziele der vorliegenden Untersuchung erreicht wurden. Auch nach einem zeitlichen Abstand von sechs Wochen nach Beendigung des Trainings schrieben die Schüler beider Bedingungen qualitativ bessere Texte als vor dem Training, verfügten über mehr strategiebezogenes Wissen und schätzen sich in ihrer schreibezogenen Selbstwirksamkeit höher ein. Insgesamt kann damit die Effektivität der vermittelten Revisionsstrategien nachgewiesen und zusätzlich die Bedeutung der selbstregulatorischen Prozeduren belegt werden.Erste Ergebnisse liefern auch die Mediationsanalysen. Es zeigte sich, dass der Effekt der Trainingsbedingung auf die strategienahe und holistische Schreibleistung im direkten Anschluss an das Training durch die Strategieanwendung beeinflusst wird. Ein Teil des direkten Effektes der Trainingsbedingung auf die Strategieanwendung wurde durch das strategiebezogenes Wissen und schreibbezogene Selbstwirksamkeitserwartung vermittelt. Nach einem zeitlichen Abstand von sechs Wochen vermittelten das strategiebezogene Wissen und die schreibbezogene Selbstwirksamkeitserwartung den Effekt der Trainingsbedingung auf die Strategieanwendung nicht mehr. Dieses Ergebnis muss in der zukünftigen Forschung weiter untersucht werden.

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