Elektrophysiologische Charakterisierung des Plexus myentericus der Ratte in Zellkultur

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Myenterische Neurone von 1 bis 10 Tage alten Ratten wurden aus dem Dünn- und Dickdarm enzymatisch mit Kollagenase und einer nachfolgenden kurzenTrypsinierung isoliert. Einzelne Zellen und/oder vereinzelte Ganglien wurden aufgesammelt und für 1 Woche in Kultur gehalten. Nach 1 bis 5 Tagen in Kulturwurden Membranpotential und Ionenströme mit der Patch-Clamp-Technik gemessen. Die Eigenschaften dieser Zellen wurden mit frisch isoliertenGanglienzellen verglichen. Das basale Membranpotential lag in einem Bereich von -30 bis -60mV. Es konnten 2 Hauptgruppen von Zellen nach ihrem Einwärtsstrom bestimmt werden.Die erste Gruppe der Zellen zeigte einen starken Einwärtsstrom in die Zelle, der durch das Neurotoxin Tetrodotoxin (TTX) unterdrückt werden konnte, wasauf das Vorhandensein von spannungsabhängigen Na+-Kanälen in diesen Neuronen hinweist. In der zweiten Gruppe konnten keine Einwärtsströme gemessenwerden; diese Zellen wurden als mutmaßliche Glia-Zelle angesehen. Qualitativ gleiche Ergebnisse wurden an frisch isolierten Ganglienzellen erhalten. Innerhalbder myenterischen Neurone konnten 2 Populationen nach dem Potential unterschieden werden, bei dem ein maximaler Einwärtsstrom auftrat. Butyrat (50mmol.l-1) induzierte eine reversible Hyperpolarisation myenterischer Neurone um ca. 10mV. Diese Hyperpolarisation ging mit einer Erniedrigung derTTX-sensitiven Na+-Einwärtsströme einher. Diese Ergebnisse demonstrieren, dass funktionsfähige myenterische Neurone in Kultur gehaltenen werden könnenund auf chemische Stimuli antworten.

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