Einfluss klinisch relevanter Ethanolkonzentrationen auf Ionenkanäle sensorischer Neurone der Ratte

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-13076

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1) In der vorliegenden Arbeit wurde die Wirkung von Ethanol (40mM) an den Ionenkanälen kleiner Neurone von Hinterwurzelganglien junger Ratten in einer Dünnschnittpräparation mit der patch-clamp Technik untersucht. 2) 40% der Neurone wurden wegen ihrer durch Ethanol verursachten irreversiblen Verlängerung der Aktionspotenzialdauer als Neurone der Gruppe B bezeichnet. Bei 36% der untersuchten Neurone führte Ethanol zu einer reversiblen Verkürzung der AP-Dauer, die deshalb als Gruppe A benannt wurden. 24% der Neurone blieben durch Ethanol unbeeinflusst.3) Bei den Neuronen der Gruppe B bewirkte Ethanol eine irreversible Blockade, bei den Neuronen der Gruppe A eine reversible Erhöhung der Amplitude der Auswärtsströme. 4) Die Wirkung von Ethanol auf die Neurone der Gruppe B standen im Mittelpunkt der durchgeführten Experimente, insbesondere wurden Mechanismen im Zusammenhang mit der Proteinkinase C untersucht.5) Die Präinkubation mit Staurosporin, einem Inhibitor der Proteinkinase C, konnte bei über 90% der Neuronen eine Verlängerung der AP-Dauer durch Ethanol verhindern. Die Amplitude der Auswärtsströme in den Neuronen zeigten nach Präinkubation mit Staurosporin in Ethanol eine Reduktion. 6) Die spannungsabhängigen K+-Ströme zeigten unter Verwendung einer KF Innenlösung bei 50% der Neuronen in Ethanol eine irreversible Reduktion, bei der anderen Hälfte der Neuronen einen reversiblen Anstieg.7) Trotz Präinkubation mit Staurosporin zeigten 27% der Neurone bei den spannungsabhängigen K +-Strömen nach Applikation von Ethanol eine Reduktion, 55% eine Erhöhung und 18% der Neurone eine unveränderte Amplitude. 8) Die Applikation von PMA, einem Aktivator der Proteinkinase C, rief bei den spannungsabhängigen K +-Strömen einen im Vergleich zu Staurosporin umgekehrten Effekt von Ethanol hervor: bei 55% der Neurone war eine Reduktion, bei 27% eine Erhöhung und bei 18% eine unveränderte Amplitude zu messen.9) Bei den Neuronen der Gruppe B wurde in Ethanol eine Reduktion der Amplitude der Einwärtsströme um etwa 44%, nach Präinkubation mit Staurosporin eine Reduktion um ca. 26% gemessen.10) Außerdem konnte durch Ethanol eine Reduktion der Amplitude der TTXr Na +-Ströme um ca. 38% gezeigt werden. Ausgehend von diesen Ergebnissen wird angenommen, dass der Haupteffekt von Ethanol via PKC(Delta) , (Epsilon), (Eta), (Theta) oder My; im Bereich der Einwärtsströme bzw. Na +-Ströme liegt.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2006

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