Untersuchungen zur Anwendbarkeit des Zementzonenverfahrens bei Zähnen aus prähistorischen Leichenbränden

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Das Ziel dieser Arbeit war zu untersuchen, ob mit Hilfe der Zahnzementanulation eine Altersbestimmung bei verbrannten Zähnen möglich ist. Es sollte geprüft werden, ob auch Zähne von prähistorischen Leichenbränden eine Lebensaltersbestimmung durch die Auszählung der Zahnzementzonen ermöglichen. Die morphologische Struktur und die Umformung des Zementes durch die Verbrennung stellte schon am Anfang der Untersuchung ein großes Hindernis für das Herstellen der Dünnschliffpräparate dar. Durch das fehlende Eindringen der Einbettmasse in das Zement lösten sich die Schnitte beim Sägen auf. Die Basismethode wurde modifiziert und die Zähne wurden unter Druck eingebettet, um eine bessere Fixierung zu erreichen. Durch diese Maßnahme konnten von jedem Zahn Schnitte hergestellt werden. Von insgesamt 50 experimentell verbrannten rezenten Zähnen lieferten 11 (22%) und von 67 Leichenbrandzähnen 12 (18%) darstellbare Ergebnisse. Bei den Präparaten, die kein Ergebnis erbrachten, waren die Ringe durch postmortale Veränderungen und durch die Verbrennung überhaupt nicht zu erkennen und folglich nicht auszählbar. Die Altersbestimmung an Leichenbrandzähnen anhand der Zahnzementanulation ist in manchen Fällen die einzige Möglichkeit der Altersdiagnose. Dieses Verfahren kann jedoch für die Routineuntersuchung nicht in Frage kommen, da postmortale Veränderungen an den Zähnen zu häufig sind und nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Leichenbrandzähne Zementringe aufweist. Die Anwendung des Verfahrens kann nur zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen, wenn es nicht zu einer kompletten Verbrennung des Leichnams kommt, sondern nur zu einer "Ankohlung", wie es z.B. bei manchen Hausbränden der Fall ist. Nur für bestimmte Fragestellungen, die einen hohen experimentellen Aufwand rechtfertigen und zur Nachprüfung von konventionellen Methoden kann das Zementzonenverfahren empfohlen werden.

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler 2006

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