Massenspektrometrische Analyse von Anthocyanen und deren Metaboliten in komplexen biologischen Proben

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Anthocyane stellen rote, blaue oder purpurfarbene sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe dar, welchen in verschiedenen epidemiologischen Studien gesundheitsfördernde oder präventive Wirkungen aufgrund von antioxidativen Eigenschaften zugeschrieben werden. Durch die geringe Bioverfügbarkeit ist deren tatsächliche Rolle im menschlichen Organismus unklar. Um dies zu untersuchen wurde im BMBF-Verbundprojekt ANTHONIA eine umfassende Studie durchgeführt, bestehend aus einer Zellkultur-, einer Tier- und einer Humanstudie. Die daraus resultierenden komplexen Proben verlangten nach einer dezidierten Probenpräparation (Festphasenextraktion), einer robusten und dennoch schnellen Analysenmethode, die in der vorliegenden Arbeit vorgestellt wird. Eine Separation wurde durch Ultra-Hochdruckflüssigkeitschromatographie (U-HPLC) erreicht. Mittels Elektrospray-Ionisation (ESI) wurde diese mit einem hochauflösenden akkuraten Massenspektrometer (MS) gekoppelt. Die Identifizierung wurde durch Fragmen-tierungsexperimente des Aglykons unterstützt, da zumeist keine Standardverbindungen verfügbar waren. Mittels der verwendeten Instrumentierung ist eine Quantifizierung ohne Fragmentierungsexperiment (MS/MS) möglich. Anthocyane und direkte Metaboliten können aus Massenspektren auch retrospektiv analysiert werden, was durch All Ion Fragmentation (AIF) Experimente unterstützt wird. Anthocyan-Glucoside, -Glucuronide und andere Derivate der Anthocyane konnten in über 1000 Proben quantifiziert werden. Mögliche Degradationsprodukte der Anthocyane, wie 3,4-Dihydroxybenzoesäure, können parallel analysiert werden, da die Polarität des Massenspektrometers innerhalb einer Messung kontinuierlich gewechselt werden kann. Die Massengenauigkeit im positiven Ionenmodus war generell besser als 1 ppm, daher konnte die Quantifizierung mit einem Massenfenster von delta m/z = 0,002 durchgeführt werden. Die entwickelte Methode kann für unterschiedlichste Probenmatrizes angewandt werden. In dieser Arbeit konnten Anthocyane, Metaboliten und 3,4-Dihydroxybenzoesäure in Plasma, Urin, Pflanzenextrakten, Darminhalt- und Fäzesproben analysiert werden. Die hohe Massengenauigkeit war essentiell, um eine korrekte Identifizierung und Quantifizierung durchzuführen.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform