Genotyp-Phänotyp-Korrelation bei Patienten mit frühkindlicher Netzhautdegeneration und Sequenzvariationen im CEP290-Gen

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Ziel dieser Arbeit war die Genotyp-Phänotyp-Korrelation für Sequenzvariationen im CEP290-Gen bei Patienten mit frühkindlicher Netzhautdegeneration und Beschreibung des phänotypischen Spektrums für Sequenzvariationen im CEP290-Gen.38 der 176 Patienten wiesen eine Sequenzvariationen im CEP290-Gen auf. 24 der 38 Patienten trugen eine homozygote oder compound heterozygote Sequenzvariation. Die häufigsten Sequenzvariationen, die im CEP290-Gen identifiziert wurden, sind laut der publizierten Studien im Intron 26 (c.2991+1655A>G), Exon 36 (c.4723A>T) und Im Exon 41 (c.5587-1G>C) zu finden. Der aberrante Spleißvorgang im Intron 26 wird als die häufigste humane Sequenzvariation im CEP290-Gen beschrieben. Dies spiegelte sich in dem hier untersuchten Patientenkollektiv mit 20 Patienten für c.2991+1655A>G und acht Patienten für c.4723A>T wieder. Die angegebene Sequenzvariation in Exon 41 konnte in dieser Arbeit nicht identifiziert werden.Sequenzvariationen im CEP290-Gen sind ursächlich für isolierte Erkrankungen (beispielsweise LCA, RP, EOSRD) und für ziliopathieassoziierte Syndrome (beispielsweise SLS, JBTS, MKS.) In dem untersuchten Patientenkollektiv wurden isolierte Erkrankungen als Diagnose detektiert. Bei circa einem Drittel der Patienten mit homozygoter und compound heterozygoter Sequenzvariation im CEP290-Gen wurden extraokuläre Symptome (Diabetes mellitus Typ I, Sprach-, motorische Entwicklungsverzögerung, globale Entwicklungsretardierung) beschrieben. Hier besteht der Hinweis auf das Vorhandensein eines ziliopathieassoziierten Syndroms.Zur phänotypischen Auswertung standen bei 22 der 24 Patienten mit nachgewiesener homozygoter oder compound heterozygoter Sequenzvariation Patientenakten zur Verfügung. Alle Patienten hatten eine frühkindliche schwere Sehbeeinträchtigung gemeinsam. Die Patienten mit klinischer Untersuchung im Säuglings- und Kindesalter wiesen bereits in diesem jungen Alter eine schwere Sehbeeinträchtigung auf. Die Ausprägung reichte von kompletter Erblindung bis stark reduzierter Reaktion auf helles Licht. Bei Patienten mit stark reduzierter Lichtwahrnehmung und Kontrolluntersuchungen wurde deutlich, dass die schwere Sehbeeinträchtigung im Laufe der Erkrankung über Jahre relativ stabil blieb. Die Ergebnisse der Augenhintergrundspiegelung zeigten eine phänotypische Variabilität (unauffällig und pathologisch, mit unterschiedlicher Ausprägung). Bei den Patienten der hier erfolgten Arbeit waren vorherrschende pathologische Veränderungen im Bereich des Pigments und der Makula zu verzeichnen. Eine tiefer gehende Klassifizierung der elektrophysiologischen Untersuchungen ist hier nicht möglich, aufgrund fehlender Daten. Sequenzvariationen im CEP290-Gen weisen eine genetische und phänotypische Variabilität auf. Mit dieser Aussage der verwendeten Literatur gehen die Ergebnisse der hier durchgeführten Arbeit grundlegend mit. An dieser Stelle kann die Hypothese einer Genotyp-Phänotyp-Korrelation nicht bestätigt werden.Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Sequenzvariationen im CEP290-Gen zu einer schweren Sehbeeinträchtigung bei frühkindlicher Netzhautdystrophie führen. Die weiteren klinischen Untersuchungen zeigen verschiedene Ausprägungen. Um eine mögliche Therapierbarkeit zu erlangen, sind weitere Forschungen über das CEP290-Gen notwendig.

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