Nachweis des FcgammaRIIa-Polymorphismus bei Patienten mit aggressiver Parodontitis (AP) und einer parodontal gesunden Kontrollgruppe mittels allelspezifischer PCR

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In der vorliegenden Arbeit sollte ein möglicher Zusammenhang zwischen der aggressiven Parodontitis und dem FcgammaRIIa-Polymorphismus (rs1801274) innerhalb einer mitteleuropäischen Population nachgewiesen werden. Um diese Untersuchungen reproduzierbar und einfach durchführen zu können, sollte zum Nachweis ein System mit allelspezifischen Primern etabliert werden. Alle Studienteilnehmer wurden vor Untersuchungsbeginn über das Ziel und den Ablauf der Studie aufgeklärt und gaben ihr schriftliches Einverständnis. Die Probanden und Patienten wurden nach bestimmten Kriterien ausgewählt und in zwei Gruppen eingeteilt. Von den insgesamt 96 Teilnehmern an der Studie wurden 46 als Probanden und 50 als Patienten mit einer AP klassifiziert. Die Erkrankung war anhand von klinischen und radiologischen Faktoren diagnostiziert worden. Ihnen wurde Blut entnommen und daraus die DNA isoliert. Zur Darstellung der klinischen Situation wurden die Parameter PI, PBI, ST, SB und AL bestimmt. Erwartungsgemäß waren diese Werte bei der Gruppe der Patienten deutlich erhöht und gaben die Einschlusskriterien wieder. Zum Nachweis des Polymorphismus wurde ein System mit allelspezifischen Primern, wie es ähnlich schon von Flesch et al. (1998) beschrieben wurde, gewählt.In einer Reihe von Vorversuchen wurden verschiedene Polymerasen, Konzentrationsverhältnisse der PCR-Komponenten und PCR-Programme ausgetestet, bis schließlich ein funktionsfähiges System gefunden war. Die beiden Allele 131R und 131H konnten nach PCR und Gelelektrophorese unter UV-Licht sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse wurden dann zur Dokumentation fotografiert. Für dieses System hat sich die Kombination aus HotStarTaqÔ-Polymerase einschließlich aller mitgelieferten Komponenten in Verbindung mit den allelspezifischen Sense-Primern 131R, 131H und dem entsprechenden Antisense-Primer 131R/131H rev als besonders tauglich erwiesen (modifiziert n. Flesch et al. 1998). Als Positivkontrolle diente das Primerpaar HGH-I/HGH-II (Bein et al. 1992). Es ergaben sich charakteristische Banden bei 253bp für 131R bzw. 131H und bei 439bp für die Positivkontrolle. Dies wurde durch eine extern durchgeführte Sequenzierung von zufällig ausgewählten PCR-Produkten nochmals verifiziert. Mit diesem System wurde eine Gruppe AP-Patienten und eine gesunde Kontrollgruppe untersucht. In der Allelhäufigkeit waren keine großen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen erkennbar. Jedoch konnten bei der Genotypverteilung eindeutig Unterschiede nachgewiesen werden. Die Genotypen 131R/131H und 131H/131H kamen bei den Probanden zu 60,9% und 32,6%, bei den AP-Patienten zu 56,0% und 20,0% vor. Der für die AP relevante Genotyp 131R/131R war bei den Patienten mit 24,0% gegenüber 6,5% bei den Probanden deutlich überrepräsentiert.Dies bekräftigt die Aussage von Wilson & Kalmar (1996), die einen Zusammenhang zwischen den polymorphen Formen des FcgammaRIIa und der AP vermuteten. Deren Vermutung stützt sich auf die Tatsache, dass der 131R-Allotyp IgG2 als vorherrschende Antikörperklasse bei parodontalen Erkrankungen nicht effizient bindet. Aufgrund dieser Ergebnisse muss man möglicherweise davon ausgehen, dass der untersuchte Polymorphismus mit einer Prädisposition für die AP assoziiert werden kann. Es sollten unbedingt weitere Studien mit einer noch größeren Anzahl an Studienteilnehmern durchgeführt werden, um die Bedeutung dieses und anderer FcgammaRIIa-Polymorphismen für die Ätiologie und Pathogenese der AP besser zu klären.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2009

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