Die Bestimmung thermodynamischer Daten von Edelmetallhalogeniden

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Gleichgewichtspartialdrücke pi von heterogenen Reaktionen lassen sich im Bereich 0,1 bar < pi < 15 bar bei Temperaturen bis 1000 °C bestimmen, indem die Massenänderung der Gasphase aufgrund der Reaktion mit einem Bodenkörper, der an einem Ende einer zugeschmolzenen Ampulle aus Quarzglas platziert ist, mit einer Wägevorrichtung ähnlich der sogenannten Transportwaage gemessen wird. Die Massenänderung ergibt sich infolge der Anordnung des reagierenden Bodenkörpers außerhalb des Ampullenschwerpunktes. Hierbei zu berücksichtigende Korrekturparameter konnten nun durch simultane Kompensation mit einer Leerampulle minimiert werden. Aus den erhaltenen Gleichgewichtspartialdrücken lassen sich Reaktionsenthalpien berechnen. Die neue Methode wurde anhand der bekannten Zersetzungsenthalpie von Hg2Cl2 überprüft und zur Bestimmung der Bildungsenthalpie von RhI3,s (DBH°(RhI3,s, 298) = 142,2 kJ×mol 1) herangezogen. Des weiteren wurden Untersuchungen zur Eingrenzung thermodynamischer Daten von Pd6Cl12,g und zum Zersetzungsverhalten von CeCe2NbO6Cl3 durchgeführt.

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Erstpublikation in

Zeitschrift für Anorgische und Allgemeine Chemie, 627, (2001), S. 465 471

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