Die pulmonal-arterielle Hypertonie ist eine schwerwiegende Erkrankung, deren Krankheitsverlauf noch immer nicht aufzuhalten oder gar zu kurieren ist. Es handelt sich um eine Erkrankung der kleinen arteriellen Lungengefäße, die wiederum für die Erhöhung des Gefäßwiderstandes und in Folge dessen für den pulmonalen Hochdruck verantwortlich sind. Typisch sind intimale Fibrose, Mediaverdickung, Neointimaproliferation sowie plexiforme Läsionen.Der NO-sGC-cGMP-Signaltransduktionsweg spielt eine wichtige Rolle bei vielen kardiovaskulären Erkrankungen, so auch der PAH. Schwerpunkt dieser Arbeit lag darin, die Effekte des PDE-5-Hemmers Sildenafil und die des sGC-Stimulators Riociguat (BAY 63-2521) verglichen zu einer Placebotherapie in einem tierexperimentellen Versuchsaufbau zu untersuchen. Dazu wurde das Modell der Hypoxie-induzierten PAH in Verbindung mit dem VEGFR-Antagonisten Su5416 in der Ratte gewählt. Dies ermöglichte neben der pulmonalen Druckerhöhung auch die bei humanen Patienten vorzufindenden Gefäßveränderungen nachzustellen.An Hand unterschiedlicher aussagekräftiger Parameter, gemessen durch invasive Hämodynamik, echokardiographische Untersuchungen sowie die anaylsierte Gefäßmorphometrie konnten die therapeutischen Effekte beider Substanzen nachgewiesen werden. Riociguat und Sildenafil nahmen positiven Einfluss auf die Hämodynamik, das vaskuläre Remodeling sowie die rechtsventrikuläre Hypertrophie und Herzfunktion verglichen mit einer Placebobehandlung. Dabei wurden bessere Resultate durch Riociguat erzielt.Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen zum Verständnis der Erkrankung und deren Verlauf bei und ebnen den Weg für eine verbesserte Medikamentierung. Neben dem bereits für die Therapie der pulmonal-arteriellen Hypertonie zugelassenen Medikament Sildenafil (Revatio®) bietet so auch das noch in der klinischen Studie befindliche Riociguat eine denkbare Möglichkeit der Behandlung des Krankheitsbildes der pulmonalen Hypertonie.
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