Auswirkungen aktueller Klimaschwankungen auf den Wintersporttourismus in deutschen Mittelgebirgen

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Die vorliegende Arbeit untersucht Klimaschwankungen und deren Auswirkungen auf den Wintersporttourismus in deutschen Mittelgebirgen. Der Wintersporttourismus gilt als das sensibelste Segment innerhalb der Tourismusbranche bezüglich eines Klimawandels. Bereits geringe Veränderungen der klimatischen Bedingungen können sich in Form von Besucherrückgängen und Umsatzeinbußen speziell im Winter negativ für die Wintersportregionen auswirken. Diese Regionen stehen vor großen wirtschaftlichen und strukturellen Problemen, sollten zukünftig die Schneeverhältnisse einen rentablen Wintersportbetrieb nicht mehr zulassen. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Zeitraum von 1961 bis 2000 betrachtet, sowie als Prognose das Jahr 2050 gewählt. Als regionaler Schwerpunkt werden die nördlichen Mittelgebirge Rothaargebirge, Rhön, Taunus Vogelsberg und Westerwald betrachtet. Gerade diese Mittelgebirge mit Höhenlagen unter 1000m werden von möglichen Klimaschwankungen zuerst betroffen sein. Mit Hilfe multivariater statistischer Verfahren werden wintersportrelevante Parameter wie Temperatur, Niederschlag und Schneedecke analysiert, sowie eine Prognose für das Jahr 2050 erstellt. Die vorliegende Arbeit zeigt eine Häufung außergewöhnlich milder Winter seit Ende der achtziger Jahre. Die hier angewandte Methodik kann mit Hilfe des Mann-Kendall-Tests einen Trend zu einer Erwärmung nachweisen. Bei fortschreitender Erwärmung wird Wintersport auf Grundlage natürlicher Schneeverhältnisse zukünftig immer seltener und ohne den Einsatz von Beschneiungsanlagen ein geregelter Skibetrieb nicht mehr möglich sein.

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