Untersuchung zum Einsatz natürlicher und synthetischer Insektizide und zur Parasitierung von Bemisia tabaci (Gennadius) (Homoptera: Aleyrodidae) im Tomatenanbau in Panama

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Die Wirkung von Niemprodukten und Confidor® 70 WG auf Trialeurodes vaporariorum Westwood an verschiedenenWirtspflanzen unter Laborbedingungen Der Wirkungsgrad von Niemprodukten und Confidor® 70 WG wurde unter Laborbedingungen auf die Populationsdichte von Trialeurodesvaporariorum Westwood (Eier, Larven und Adulte) an Tomaten-, und Kohlpflanzen bestimmt. Es wurde auch die Kompatibilität derobengenannten Produkte bei gleichzeitiger Freilassung von Encarsia formosa Gahan (Hymenoptera: Aphelinidae) auf die Larven von T.vaporariorum untersucht. Eine signifikant erhöhte Mortalität auf das Adultstadium von T. vaporariorum erzeugte Confidor® 70 WG an zweiTomatensorten und Kohlpflanzen. NeemAzal-T/S® und Confidor® 70 WG zeigten bei den gleichen Wirtspflanzen eine vergleichbare,signifikant erhöhte Mortalität auf die Larven. Niempreßkuchen-Extrakt erzielte im Vergleich zu den anderen getesteten Produkten einesignifikant erhöhte Ovizid-Wirkung bei T. vaporariorum an Tomaten. Der Parasitierungsgrad von E. formosa auf T. vaporariorum an mitInsektiziden behandelten Tomaten- und Kohlpflanzen war bei allen Behandlungen niedriger (Parasitierungsgrad zwischen 0 % und 20 %)als bei der Kontrolle (Parasitierungsgrad zwischen: 30 % und 80 %). Somit lassen sich simultane Einsätze von natürlichen undsynthetischen Insektiziden und Parasitoiden nicht kombinieren. Wirkung von natürlichen und synthetischen Insektiziden auf Bemisia tabaci (Gennadius) und andere Schädlinge sowieViruskrankheiten an Tomaten- und Kürbispflanzen in Panama Zwei natürliche Insektizide (Niemprodukte und Knoblauchextrakt) und drei synthetische Wirkstoffe (drei Chloronicotinyl-Präparate und einChlorierter Kohlenwasserstoff) wurden unter Feldbedingungen in Panama geprüft. Der Wirkungsgrad auf Populationen von Bemisia tabaci(Gennadius) an Tomaten und Kürbis, sowie bei Populationen von Diaphania hyalinata L. und Aphis gossypii Glover an Kürbis, wurdebewertet. Die Populationsdichte von B. tabaci (Larven+Eier und Adulte) bei den drei an Tomaten durchgeführten Versuchen war bei derBehandlung mit Confidor® 70 WG in Vergleich zu den anderen getesteten Behandlungen signifikant niedriger. Rescate®+Öl zeigteannehmbare Wirkungen auf die Populationen von B. tabaci (Larven+Eier). Die mit Confidor® 70 WG behandelten Pflanzen ergaben diehöheren Erträge. Bei einem Versuch, bei dem starke virotische Symptome auftraten, erzeugte Confidor® 70 WG ein signifikant höherenProzentsatz von gesunden Tomatenpflanzen im Vergleich zu den anderen Behandlungen. Der niedrigste Ertrag wurde mit NeemAzal-T/S®festgestellt. Demnach wirken Niemprodukte zu langsam, um die Virusübertragung durch saugende Insekten zu verhindern. Auf die Populationsdichte von B. tabaci (Adulte) und D. hyalinata (Larven) an Kürbispflanzen zeigten die getesteten natürlichen undsynthetischen Insektizide keinen signifikanten Unterschied zur Kontrolle. Bei A. gossypii aber wurden mit NeemAzal-T/S® und Confidor®70 WG die niedrigsten Populationen erzielt. Bei den getesteten Tomatensorten erzeugten die Qualitätssorten IDIAP T-7 und Enterogrande die besseren Erträge im Vergleich zu Halcón und Hayslip. Parasitoidenartenspektrum von Bemisia tabaci (Gennadius) in Panama In den zwischen Mai 1998 und April 1999 an Tomaten- undPaprikapflanzen sowie vier Unkrautarten gesammelten Proben wurden fünf Parasitoidenarten von Bemisia tabaci (Gennadius) an einigenOrten der Provinzen Los Santos, Chiriquí und Panama gefunden. Die Parasitoiden gehören zu den Gattungen Eretmocerus und Encarsia(beide Aphelinidae, Hymenoptera: Chalcidoidea). Eretmocerus sp. (63,2 %) und Encarsia pergandiella Howard (30,7 %) waren die amhäufigsten angetroffenen Parasitoiden. Es wurde eine neue Art der Gattung Encarsia gefunden, deren Beschreibung noch in Arbeit ist. Beiden übrigen gefundenen Arten handelte es sich um Encarsia porteri Howard und Encarsia hispida De Santis. In dem Tomatenfeld von LosSantos bestand ein Parasitierungsgrad von 20,4 % ± 14,8. Während des Jahres der Probensammlung wurde in den drei Provinzenfolgendes Parasitierungsniveau (von stark zu schwach) vorgefunden: Paprika > Unkraut > Tomaten. Diese Unterschiede warenwahrscheinlich vorwiegend durch unterschiedlich häufige Insektizidanwendungen bedingt. Rückstände von Imidacloprid (Confidor® 70 WG) im Boden und in Tomatenpflanzen (Blätter und Früchte) in Panama Das Verhalten und das Rückstandsniveau von Imidacloprid im Boden sowie in Tomatenpflanzen wurde vor und nach unterschiedlichenZeitpunkten nach der ersten Spritzung unter Feldbedingungen in Los Santos, Panama untersucht. Eine schnelle Degradierung diesesProduktes im Boden wurde festgestellt. Die untersuchten Konzentration an behandelten Tomatenblättern betrug 0,15 µg/g. Bei denFrüchten der behandelten Pflanzen wurden nur bei einer der zwei analysierten Proben Rückstände nachgewiesen, deren Werte (0,04 µg/g)niedriger waren als das für dieses Produkt bei Tomaten aufgestellte Toleranzniveau (0,1 µg/g).

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