Charakterisierung der Expression des Kolonie-stimulierenden Faktor-1 Rezeptors in pulmonalarteriellen glatten Muskelzellen

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Bei der Pulmonalen Hypertonie (PH) handelt es sich um eine Erkrankung der Lungenstrombahn. Dabei kommt es durch eine pathologische Verengung der Lungengefäße durch Gefäßwandverdickung zu einer Zunahme des pulmonalarteriellen Drucks und einer daraus resultierenden Rechtsherzbelastung, die schließlich zum Tode führen kann. Bis heute kann therapeutisch lediglich die Lebensqualität verbessert, nicht aber eine Heilung von der PH erreicht werden. Daher sind Untersuchungen des Pathomechanismus mit dem Ziel der Entdeckung neuer Therapietargets essentiell, um die Prognose der PH zu verbessern. Die in dieser Arbeit untersuchten, in der experimentellen PH-Forschung etablierten Modelle von Tabakrauch- und Hypoxie-exponierten Mäusen, MCT-behandelten Ratten und IPAH- sowie COPD-Patienten, entwickeln eine pathologische Gefäßwandverdickung insbesondere in präkapillären Arteriolen. Da dabei pulmonalarterielle glatte Muskelzellen (PASMCs) eine entscheidende Rolle spielen, wurden diese auf die Expression des Kolonie-stimulierenden Faktor-1 Rezeptors (CSF-1R) und dessen Funktion für diesen Zelltyp hin untersucht. Beim CSF-1R handelt es sich indes um einen Rezeptor, der für die Entstehung und Progression anderer hyperproliferativer Erkrankungen bedeutsam ist und dort bereits diagnostisch und therapeutisch genutzt wird. Um die Expression des CSF-1R in Lungengewebe sowie PASMCs nachweisen und quantifizieren zu können, wurden die oben genannten Modelle mittels quantitativer Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion (qPCR), Western Blot Analyse (WB) und Immunhistochemie (IHC) untersucht. Die Expression des CSF-1R in PASMCs konnte in allen verwendeten Tiermodellen sowie den humanen Proben qualitativ nachgewiesen werden. Quantitativ wiesen IPAH- und COPD-Patienten sowie MCT-exponierte Ratten in der IHC sowie PASMCs von MCT-exponierten Ratten in der WB im Vergleich zur jeweiligen Kontrollgruppe eine signifikant verstärkte CSF-1R-Expression auf. Bei Tabakrauch- und Hypoxie-exponierten Mäusen sowie Hypoxie-exponierten humanen PASMCs zeigten sich dagegen keine Unterschiede im CSF-1R-Expressionsverhalten im Vergleich zur jeweiligen Kontrollgruppe in WB, qPCR und IHC. Aufgrund der Ergebnisse dieser Arbeit könnte die CSF-1R-Expression von PASMCs bei multifaktoriellen Lungenerkrankungen wie der COPD sowie bei schweren PH-Formen wie MCT-induzierter PH und IPAH eine pathophysiologische Bedeutung haben. Bei milden PH-Formen wie Hypoxie- und Tabakrauch-induzierter PH im Mausmodell dagegen findet keine Regulation dieses Rezeptors statt. Im Zuge der funktionellen Analysen konnte eine signifikante Steigerung im Migrationsverhalten der PASMCs von Mäusen durch die Aktivierung des CSF-1R durch dessen Rezeptor-spezifischen Liganden CSF-1 gezeigt werden, ein Einfluss auf das Proliferationsverhalten zeigte sich dagegen nicht. Zusammengefasst wird der CSF-1R von PASMCs exprimiert, hat einen migrationsfördernden Einfluss auf diesen Zelltyp und könnte bei der Entwicklung multifaktorieller Lungenerkrankungen und schwerer Formen der PH eine Rolle spielen. Daher könnte weitere Forschung an der CSF-1R-Expression von PASMCs zu einem besseren Verständnis des Pathomechanismus der PH beitragen und schließlich zu einer effektiveren Therapie der PH führen.

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