In der vorliegenden Arbeit wurden 51 Patienten, bei denen eine arthroskopische subacromiale Dekompression durchgeführt wurde, in einem Zeitraum von 1-5 Jahren postoperativ nachuntersucht. Neben dem klinischen und dem sonographischen Befund wurde das subjektive und objektive Befinden anhand spezifischer Scores ermittelt (Constant und Murley Score, UCLA-Rating-Scale, modifizierter SF-36 Score).
Die operative Therapie wurde gegebenenfalls durch eine Kalkdepotentfernung oder eine offene oder arthroskopische Naht der Rotatorenmanschette erweitert. Der Constant und Murley Score verbesserte sich postoperativ von 32,5 auf durchschnittlich 76,5 Punkte. Die UCLA-Rating-Scale stieg von 9,8 auf 27,8 Punkte im Durchschnitt. 78,4% der Patienten waren mit dem Ergebnis der Operation zufrieden. Auch im modifizierten SF-36 Score zeigten alle Kategorien Verbesserungen im Vergleich zu vor der Operation.
Die Patienten, bei denen eine partielle oder komplette Ruptur der Rotatorenmanschette festgestellt wurde, lag mit 72 Punkten im Constant-Score und 25,8 Punkten in der UCLA-Rating-Scale leicht unter denen des Gesamtkollektives. Nur 65% der Patienten waren mit dem Ergebnis der Operation zufrieden. Lag bei den Patienten ein Kalkdepot vor, wurde ein durchschnittlicher Score nach Constant und Murley von 74,1 Punkten erreicht, in der UCLA-Rating-Scale wurden durchschnittlich 27,4 Punkte erzielt. 75% der Patienten gaben an, zufrieden mit dem Ergebnis der Operation zu sein.
Ein signifikanter Unterschied wurde bezüglich der Dominanz des Armes erreicht. Während im Constant-Score nur 73,8 Punkte und in der UCLA-Rating-Scale 26,5 Punkte erreicht wurden, wenn der dominante Arm betroffen war, erzielten die Patienten, deren nicht-dominanter Arm der Erkrankte war, einen durchschnittlichen Constant-Score von 82,8 Punkten und einen UCLA-Score von 31,1 Punkten. Alle Patienten, deren nicht-dominanter Arm operiert wurde, waren mit dem Ergebnis der Operation zufrieden. Dagegen gaben nur 69,4% der Patienten, deren dominanter Arm betroffen war an, ein befriedigendes Ergebnis mit der Operation erreicht zu haben.
Bei der sonographischen Untersuchung wurde bei 8 Patienten eine Ausdünnung der Rotatorenmanschette festgestellt. 11 Patienten wiesen sonographische Hinweise auf eine Partialruptur der Rotatorenmanschette auf. Bei 14 Personen im Patientenkollektiv wurde eine oberflächlich unregelmäßige Struktur der Rotatorenmanschette gefunden. Nur bei 23 der Patienten wurde bei der Sonographie eine intakte Rotatorenmanschette ohne pathologischen Befund gefunden. Allerdings konnte vom postoperativen sonographischen Befund nicht auf das Ergebnis der Operation geschlossen werden, da die Patienten mit sonographischen Nachweis einer Partialruptur der Rotatorenmanschette keinen signifikanten Unterschied in ihren Ergebnissen bezüglich des Gesamtkollektives aufwiesen. Unsere Studie zeigt, dass sowohl bei Rotatorenmanschettenläsionen, als auch bei Tendinosis Calcarea befriedigende Ergebnisse mit der arthroskopischen subacromialen Dekompression, die gegebenenfalls mit einer Kalkdepotentferung bzw. mit einer Rotatorenmanschettennaht kombiniert wird, erreicht werden können. Die Dominanz des Armes scheint Einfluss auf das Ergebnis der Operation zu haben und die postoperativen sonographischen Befunde liefern zwar wichtige Informationen für ein mögliches schlechtes Ergebnis, korrelieren jedoch häufig nicht mit dem subjektiven und objektiven Befund des Patienten.
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