Analyse des Proteinmusters der epithelialen Drüsen im Endometrium und bei der Endometriose

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Die ätiologischen Mechanismen der Endometriose werden nach wie vor diskutiert, trotzdem werden die peritoneale, ovarielle und tief infiltrierende Endometriose als unterschiedliche Entitäten der Endometriose angesehen. Um den Verwandtschaftsgrad zwischen dem eutopen Endometrium und den drei endometriotischen Entitäten zu analysieren, wurde eine immunhistochemische Untersuchung zur Identifizierung der Proteinexpression durchgeführt. Nach Abschluss der Studie wurden 102 Gesamtproben von n= 90 Patientinnen analysiert; davon 23 Uteri ohne Endometriose; 10 Adenomyosen; 30 peritoneale Endometrioseherde; 20 tief infiltrierende Endometioseherde und 19 ovarielle Endometrioseherde. Die Proben wurden von der operativen Sektion unserer gynäkologischen Abteilung zur Verfügung gestellt. Es wurde zu Beginn der Studie mit sieben gewebsspezifischen Proteinen gearbeitet (Pace4, Gsk3-Beta, CD9, WDR13, Beta-SG, Enpp2 und Pck2). Für drei von den sieben Proteinen (Beta-SG, Enpp2 und Pck2) konnte eine Expression von 99,3% in nahezu allen endometrialen Drüsen und Epithelien nachgewiesen werden. Die drei Proteine, ein membranassoziiertes (Beta-Sarcoglykan), ein sezerniertes (ectonucleotide pyrophosphatase/phosphodiesterase 2) und ein mitochondriales (Phosphoenolpyruvate carboxykinase 2) Enzym wurden anschließend für die Analyse in den endometriotischen Entiäten (DIE, PE und Ovar) verwendet. In der tief infiltrierenden Endometriose konnte die Proteinexpression für Beta-Sarcoglykan mit 99,6%, für Enpp2 mit 88,9% und für Pck2 mit 98,5% nachgewiesen werden. Die Proteinexpression für die drei Marker in der peritonealen Endometriose war für Beta-Sarcoglykan 89%, für Enpp2 77,7% und für Pck2 85%. In der dritten endometriotischen Entität, dem Ovar, zeigte sich eine Proteinexpression für Beta-Sarcoglykan mit 84,4%, für Enpp2 mit 56% und für Pck2 mit 62,4%. Zusammengenommen zeigen unsere Ergebnisse, dass das Proteinexpressionsmuster der tief infiltrierenden Endometriose (95,7%) nahezu identisch mit dem Endometrium (99,3%) ist. Das Protein- Expressionsprofil der peritonealen Endometriose zeigt ebenfalls eine große Übereinstimmung (84,1%) mit dem Endometrium (99,3%), während die Expression der Proteine in der ovariellen Endometriose eine schwächere Übereinstimmung (68,7%) mit dem eutopen endometrialen Drüsen aufzeigen. Auf Basis der Ergebnisse im Endometrium und der Endometriose ist ein hoher Grad an Übereinstimmung im Proteinexpressionsmuster der epithelialen Drüsen und Läsionen nachweisbar, welches einen gemeinsamen Ursprung der Endometriose aus dem Endometrium vermuten lässt.

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