Langfristige klinische Bewährung von klammerverankerten Einstückgussprothesen : Eine retrospektive Longitudinalstudie
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Zusammenfassung
In einer retrospektiv angelegten Longitudinalstudie wurden 65 klammerverankerte Einstückgussprothesen hinsichtlich ihrer Haltbarkeit untersucht. Es handelte sich um 47 Unter- und 18 Oberkieferprothesen, die bei 52 Patienten vorzufinden waren. Alle untersuchten Prothesen waren in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kie-ferheilkunde der Justus-Liebig-Universität Gießen angefertigt und nachuntersucht worden. Das betrachtete Patientenkontingent wies eine annähernd gleichmäßige Geschlechterverteilung auf. Das Durchschnittsalter lag bei 59,1 Jahren. In 86,2% der Fälle lag eine ein- oder doppelseitige Freiendsituation vor. Im Gegenkiefer kamen überwiegend herausnehmbarer Zahnersatz, insbesondere klammerverankerte Einstückgussprothesen und Totalprothesen, vor. Diese machten zusammen 70,3% der Gegenkieferbezahnung aus.Die durchschnittliche Haltbarkeit wurde mit der Überlebenszeitanalyse nach Kaplan-Meier ermittelt. Bei der Bestimmung der Verlustrisiken fand die Hazard-Analyse Anwendung. Die Signifikanzanalyse wurde mit dem LOG-Rank-Test durchgeführt, wobei einheitlich ein Signifikanzniveau von 5% vorgegeben war. Die durchschnittliche Haltbarkeit betrug 8,07 Jahre. Dabei fiel diese bei Männern geringfügig höher aus als bei Frauen. Bei Situationen der Kennedy-Klasse I zeigte sich die höchste Halt-barkeit, gefolgt von den Befunden der Klassen II und III. Die durchschnittliche Haltbarkeit der Unterkieferprothesen war höher als die der Oberkieferprothesen. Dieser Unterschied erwies sich sogar als signifikant. War im Gegenkiefer herausnehmbarer Zahnersatz vorhanden, war der Erfolg etwas besser als bei festsitzendem Zahnersatz/Kein Zahnersatz als Gegenkieferbezahnung. Die Prothesen, die 2-3 Klammerzähne besaßen, hielten etwas länger als die an 4-5 verankerten Zähnen. Zudem stellte sich heraus, dass die Teilnahme an einer regelmäßigen Nachkontrolle sich positiv auf die Haltbarkeit der Prothesen auswirkte. Die ermittelten Unterschiede erwiesen sich jedoch alle als nicht signifikant. Am Ende des Untersuchungszeitraumes mussten lediglich 9,3% der Prothesen neu angefertigt werden. Während des Untersuchungszeitraumes wurden im Wesentlichen 38,5% der Prothesen nachgesorgt. Dabei stellten die Unterfütterungen mit 56%, Klammeraktivierungen 16% und Klammererneuerungen mit 12% die Hauptgründe dar. Die Überlebenszeit bis zur ersten Reparatur betrug dabei 4,61 Jahre. Insgesamt zeigte sich eine günstige Kosten-Nutzen-Relation der klammerverankerten Einstückgussprothese im Vergleich zu anderen im gleichen Indikationsbereich liegenden therapeutischen Möglichkeiten.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
