Expression von extrazellulärer RNase und Analyse ihrer Aktivität in Endothelzellen

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In der vorliegenden Arbeit wurden die Expression von RNase 1 und Angiogenin (= RNase 5) auf mRNA- und Proteinebene sowie die RNase-Aktivität in makro- und mikrovaskulären EC mittels RT-PCR, Western Blot und RNase-Aktivitätstest untersucht. Die Befunde zeigten, dass die RNase 1- und Angiogenin-Expression auf mRNA- und Proteinebene sowie die RNase-Aktivität in makro- und mikrovaskulären EC unterschiedlich ist. Makrovaskuläre Nabelschnur-EC (HUVEC) exprimieren RNase 1, sowohl auf mRNA- als auch auf Proteinebene, viel stärker als mikrovaskuläre EC (HBMEC, BMEC) und sezernieren diese hauptsächlich in den Überstand. In HBMEC hingegen ließ sich das Enzym im Zelllysat, aber kaum in den Überständen nachweisen. Im Gegensatz dazu war zu beobachten, dass Angiogenin wesentlich stärker in HBMEC als in HUVEC exprimiert ist und dass es nahezu vollständig in den Überstand sezerniert wird. Nach 24-stündiger Stimulation der HUVEC und HBMEC mit proinflammatorischen Agenzien (LPS, TNFalpha), prokoagulatorischen (RNA, Poly IC) und antikoagulatorischen (aktiviertes Protein C, 5-Nitrosoglutathion) Regulatoren sowie Wachstumsfaktoren (VEGF, bFGF) wurde die Expression von RNase 1 und Angiogenin auf mRNA- oder Proteinebene nicht signifikant verändert. Dagegen bewirkte die Behandlung von HUVEC mit dem anti-angiogen und anti-inflammatorisch wirkenden bakteriellen Faktor Eap eine deutliche Zunahme der RNase 1-Expression in den Überständen bei gleichzeitiger Abnahme der Angiogeninexpression auf Proteinebene, jedoch keine Expressionsänderung auf mRNA-Ebene. Ferner führte die Stimulation mit Thrombin zu einer leichten Abnahme der RNase 1-Expression in HUVEC-Überständen auf Proteinebene. Die Überprüfung der EC auf ihre RNase-Aktivität zeigte, dass diese in den makrovaskulären HUVEC-Überständen weitaus höher war (> 10-fach) als in den mikrovaskulären EC. In den Lysaten aller untersuchten EC war kaum RNase-Aktivität detektierbar. Die von HUVEC sezernierte RNase-Aktivität wurde durch die verwendeten Stimulanzien auf unterschiedliche Weise verändert. So führte eine 24-stündige Stimulation der HUVEC mit Poly IC, RNA, TNFalpha sowie Thrombin zu einer beachtlichen Abnahme der RNase-Aktivität in den Überständen, während durch LPS, VEGF, Eap und zyklischem RGD keine signifikante Aktivitätsänderung zu beobachten war. Eine leichte RNase-Aktivitätszunahme zeigte sich nach der Behandlung mit den Wachstumsfaktoren bFGF bzw. bFGF zusammen mit VEGF, eine stärkere Zunahme war zu beobachten durch die Stimulation mit dem antikoagulatorisch wirkenden aktivierten Protein C, dem Aggregations-hemmenden 5-Nitrosoglutathion sowie nach 24 h Hypoxie. Zusammenfassend lässt sich aus den gezeigten Ergebnissen schlussfolgern, dass die RNase-Aktivität, stärker als die RNase-Expression, unter verschiedenen Bedingungen induzierbar bzw. hemmbar ist. Welche Rolle dies bei physiologischen Prozessen bzw. unter pathologischen Zuständen, wie z.B. bei gesteigerter Thrombusbildung, spielt, bleibt in weiteren Untersuchungen aufzudecken.

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