Optimierung der Diagnostik bei Bradykardien und ungeklärten Synkopen: Das Potenzial des 30-tägigen telemedizinischen EKG-Monitorings

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Synkopen und bradykardieassoziierte Beschwerden stellen aufgrund ihrer episodischen und oft unvorhersehbaren Natur eine diagnostische Herausforderung dar. Die vorliegende Studie untersucht die Effektivität eines 30-tägigen telemedizinischen EKG-Monitorings mit dem PocketECG III als nicht-invasive Methode zur Identifikation von bradykarden Rhythmusstörungen und deren Korrelation mit klinischen Symptomen. In einer prospektiven monozentrischen Beobachtungsstudie wurden 50 Patienten untersucht, die in zwei Gruppen unterteilt wurden: Patientinnen und Patienten mit ungeklärter Synkope (Gruppe A) und solche mit dokumentierten oder vermuteten bradykardieassoziierten Beschwerden ohne Synkope (Gruppe B). Die durchschnittliche Tragedauer des PocketECG III betrug 24,5 Tage. Zielparameter waren die Diagnoserate behandlungsbedürftiger Rhythmusstörungen und die Zeit bis zur definitiven Diagnose. Die Ergebnisse zeigen, dass bei 30 % der Patienten (n = 15) relevante Rhythmusstörungen diagnostiziert wurden, die eine antibradykarde Therapie, im Sinne einer Schrittmacherimplantation, erforderlich machten. Die mittlere Zeit bis zur Diagnosestellung betrug circa 8 Tage. Damit wurde deutlich, dass herkömmliche Kurzzeit-EKGs, wie 24- bis 48-Stunden-Langzeit-EKGs, in vielen Fällen nicht ausgereicht hätten, um die Diagnose zu stellen. Das PocketECG III ermöglichte durch die Echtzeit-Datenanalyse eine zeitnahe Symptom-Rhythmus-Korrelation und steigerte somit die diagnostische Präzision. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der Literatur, die die Vorteile eines verlängerten Monitorings hervorhebt, während sie gleichzeitig die Invasivität und höheren Kosten von Loop-Recordern betont. Das 30-tägige telemedizinische EKG-Monitoring mit dem PocketECG III bietet eine effektive und patientenfreundliche Alternative zur Diagnostik von Rhythmusstörungen bei Synkopen und bradykardieassoziierten Beschwerden. Es reduziert den Bedarf an invasiven Eingriffen, ermöglicht eine personalisierte und ressourcenschonende Betreuung und sollte zukünftig stärker in Leitlinien berücksichtigt werden. Multizentrische Studien mit größeren Kohorten sind jedoch erforderlich, um die Generalisierbarkeit der Ergebnisse zu bestätigen.

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