Etablierung eines Testsystems zum Studium der Mutationsreparatur von XLRP in vitro

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Die x-chromosomale Form der Retinitis pigmentosa wird in 80 % der Fälle durch eine Mutation in der ORF15- Region des RPGR (Retinitis pigmentosa GTPase regulator)-Gens verursacht. Eine kausale Behandlung für die XLRP gibt es bisher nicht, eine Re-paratur der krankheitsauslösenden Mutation stellt jedoch eine Therapiemöglichkeit dar. Ein Mausmodell, welches Punktmutationen im ORF15-Exon sowie eine I-Sce-I-Schnittstelle in unmittelbarer Nähe aufweist (B6J.Sv129-Rpgrtm1Sti), steht für die Thera-pieentwicklung zur Verfügung. Ziel dieser Arbeit war die Etablierung eines in-vitro-Modellsystems basierend auf dem Mausmodell zum Studium von homologer Reparatur als Therapiemethode für die XLRP.Lymphozyten und Knochenmarkzellen wurden aus 4, 6, 8 und 12 Wochen alten Mäusen isoliert, kultiviert und neben der spontanen Immortalisierung diese durch folgende Ver-suche zur Immortalisierung provoziert: Bestrahlung mit UV-Strahlen in den Intensitäten von 4-100 J/m², Versetzen der Zellen mit 5 µM aromatischen Kohlenwasserstoffs Ben-zo[a]pyren über 48 Stunden, und Transfektion der Zellen mit dem onkogenen Large-T-Antigen des Simian Virus 40. Parallel wurde die mutierte RPGRORF15-Sequenz in den pcDNA5-frt-Vektor kloniert. Anschließend erfolgte eine Co-Transfektion mit dem Re-combinase-Expressions-Vektor pOG44 zur Integration in das Genom von HEK293-Flp-In-Zellen. PCR und Sequenzierung wurden zum Nachweis einer erfolgten Integration genutzt. Die HEK-Flp-In-RPGRORF15-Zellen wurden mit einem I-Sce-I-Expressionsplasmid transfiziert und die Aktivität der I-Sce-I-Endonuklease mit dem T7 Assay geprüft. Es gelang nicht, eine primäre Zelllinie aus dem XLRP-Mausmodell zu generieren. Die Provokation der Immortalisierung durch die verschiedenen Methoden führte jeweils zur Apoptose der Zellen. Die HEK-Flp-In-RPGRORF15-Zelllinie konnte erfolgreich herge-stellt werden. Im T7 Assay konnte gezeigt werden, dass die Zellen die I-SceI-Endonuklease exprimieren und diese einen Doppelstrangbruch induzieren kann, welcher durch endogene Mechanismen repariert wird.Die HEK-Flp-In-RPGRORF15-Zelllinie kann zum Studium der Effizienz und Spezifität verschiedener Nukleasen genutzt werden und als initiales Modell für Homologie-vermittelte Reparatur in HEK-Zellen gelten. Somit konnte erfolgreich ein in-vitro-Testsystem zum Studium der Mutationsreparatur von XLRP etabliert werden.

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