Der Einfluss von FGF-2 Überexpression auf Arteriogenese und Angiogenese

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Einleitung: Der basische Fibrozyten Wachstumsfaktor (FGF2) hat sich in den letzten Jahren als potenter Stimulator des Gefäßwachstums (Arteriogenese und Angiogenese) erwiesen. Um den FGF-2 getriggerten Effekt der Arterio- und Angiogenese näher zu beleuchten, wurden genetisch veränderte Mäuse, die FGF-2 überexprimieren, untersucht. Es wurde nach histologischen Hinweisen für das Gefäßwachstum und der Verbesserung der Blutversorgung gesucht. Das Ziel der hier vorliegenden Arbeit war es, zu zeigen, dass endogen exprimiertes FGF-2 in der Lage ist, arterio- und angiogenetische Prozesse einzuleiten und zu verbessern. Des Weiteren galt es zu überprüfen, in wie weit die durch die Okklusion verursachte Ischämie, kompensiert werden konnte. Methoden: FGF-2 überexprimierenden Mäusen wurde die A. femoralis der rechten Seite ligiert. Anschließend wurden die Tiere nach dem Zufallsprinzip zu gleichen Anzahlen in eine Gruppe, die moderates Training erhielt, und eine, die ruhen durfte, eingeteilt. Nach 39 Tagen wurden funktionelle Daten [42] erhoben und histologische Schnitte der Mm. adductorii und Mm. gastrocnemii beider Hinterläufe erstellt. Die Struktur des Gewebes wurde mittels immunhistochemischer histologischer Verfahren untersucht. Folgende Parameter wurden erhoben: Anzahl der Kollateralarterien, Gesamtdurchmesser und Zunahme des Gesamtdurchmessers der Kollateralarterien in den Mm. adductorii, Arteriendichte, Kapillardichte von schnellen und langsamem Muskelfasern und Fasertyp in den Mm. gastrocnemii. Die Ergebnisse wurden mit einer korrespondierenden Kontrollgruppe von Wild-Typ-Mäusen verglichen. Ergebnisse: Die funktionellen Ergebnisse ergaben eine signifikant bessere Trainingskapazität und Durchblutung der transgenen Tiere [42]. Die histologischen Untersuchungen bestätigten diese Ergebnisse. Transgene Tier zeichneten sich per se durch eine höhere Kapillardichte aus. Auf Okklusion reagierten die transgenen Tiere mit einer stärker erhöhten Kollateralarteriendichte als die Kontrollen. Als Maß der Ischämie und zur Überprüfung der Kompensationsmechanismen wurden die Arteriendichte und der vorherrschende Fasertyp im M. gastrocnemius bestimmt. Transgene Tiere wiesen niedrigere Werte für die Arteriendichte im M. gastrocnemius auf als die Kontrollen. Auch der Faserwechsel im vom schnellen Typ II zum langsamen Typ I im M. gastrocnemius zeigte sich in den transgenen Tiere weit weniger ausgeprägt als in den Proben der Kontroll Tiere. Schlussfolgerung: Transgene Tiere kompensieren die Okklusion der A. femoralis und erreichen in den funktionellen Untersuchungen deutlich bessere Werte als Kontrolltiere. Die histologischen Untersuchungen bestätigten diese Befunde. Transgene Tiere sind in der Lage, den Blutfluss durch die Vermehrung von Gefäßstrukturen (Kapillaren und Arterien) zu verbessern. FGF-2 Überexpression resultiert folglich in einem deutlich protektiven Effekt gegenüber Ischämie, hervorgerufen durch akuten oder chronischen arteriellen

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler 2006

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