Die pCLE-Technik ist ein neues Bronchoskopie-gestütztes bildgebendes Verfahren, das im Rahmen der Bewertung von diffusen interstitiellen Lungenerkrankungen eingesetzt werden kann.Wir untersuchten damit 51 therapienaive Patienten zur Abklärung einer ILD mit einem durchschnittlichen Alter von 71 +/- 6,4 Jahren und einem Frauenanteil von 30% (16 Frauen). Sie kann ohne signifikante Nebenwirkungen beim Patienten innerhalb einer kurzen Untersuchungsdauer von ca. 10 Minuten durchgeführt werden.Die pCLE-Technik ermöglicht durch eine in vivo Visualisierung des Lungenparenchyms eine umgehende Einschätzung, ob eine antifibrotische oder antientzündliche Therapie verfolgt werden soll. Der Nachweis von Zerstörung ist suggestiv für führend fibrotische, der von Konsolidierung und zunehmender Dichte für vornehmlich entzündliche Lungenerkrankungen. Diese Einschätzung gewinnt an Bedeutung, zumal bei pulmonaler Beteiligung im Rahmen einer Systemischen Sklerodermie eine antifibrotische Therapie ebenfalls zur Verfügung steht. Bei Amiodaron geschädigten Lungen kann diese Methode in Zukunft sogar als ausreichendes diagnostisches Mittel ohne eine notwendige Biopsie verwendet werden.Erste Ergebnisse von Techniken zur quantitativen Analyse der pCLE-Bilder liegen vor (69). Weitere Studien zur Analyse des diagnostischen und therapeutischen Nutzens der Methode sind notwendig, um einen Routineeinsatz der bronchoskopischen pCLE bei DPLD zu evaluieren.
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