Biologie, Ökologie und Kontrolle von Senna obtusifolia (L.) Irwin & Barneby im Zamfara-Weidegebiet in der Sudansavanne Nordwest-Nigerias

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-16911

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Erhebungen im semi-ariden Zamfara-Weidegebiet zeigten eine 15-50%ige Dominanz von S. obtusifolia, welche die überbeweideten, vegetationsfreien Abschnitte der Sudansavanne besiedelt. Durch Bewirtschaftung entstanden drei Weideökotypen (WÖT): die offene (übernutzt, hoch verunkrautet), die geschützte und die kultivierte (restriktive Nutzung, gering verunkrautet) Savanne. Senna obtusifolia (annuelle Caesalpinioideae) keimt (48% Keimrate) bei geringer Bodenfeuchte. Bei genügend Raum wächst sie als Halbstrauch. In dichten Beständen verringert sich die Anzahl der Triebe. Dies hat Einfluss auf die Anzahl der Hülsen, die Samenproduktion (4600, 1900, 130 Samen m-2 je WÖT) und den Bodensamenvorrat (180, 72, 40 Samen m-2 je WÖT). Der Rohproteingehalt wurde mit 22% in den Blättern bestimmt. Untersuchungen in Flächen mit hoher bzw. spärlicher Verunkrautung sollten Bodenqualität und Vegetationszusammensetzung der Krautschicht differenzieren. Die Böden sind durch hohen Sand- (90%), geringe Wasserhaltefähigkeit (24%) und geringen Nährstoffgehalt (Nges 0,2 bzw. KAK 5,6 mg g-1) gekennzeichnet - ohne Unterschiede zwischen Verunkrautungsgraden. Die S. obtusifolia-Dichte wurde mit 34 und 3% in hoch bzw. spärlich verunkrauteten Flächen festgestellt. Brachiaria spp. und Zornia glochidiata sind Hauptbestandsbildner und kommen bei geringer Verunkrautung häufiger vor. Der Anteil von S. obtusifolia an der Bodenbedeckung beträgt generell 48, 7, 3% je WÖT. Mechanische, chemische (2,4 D) und kulturtechnische (Graseinsaat) Varianten wurden zur Kontrolle geprüft. Im trockenen Folgejahr blieb die Population ohne Unterschied gering. Durch eine Normalisierung der Niederschläge im Jahr darauf erholten sich die S. obtusifolia-Bestände, auf Grund der Samenbank, wieder. In indirekten Maßnahmen, d.h. angepasste und kontrollierte Nutzung des Weideaufwuchses, wie es in der geschützten Savanne der Fall ist, werden die Alternativen zu Kosten aufwendigen Behandlungen gesehen. Dies trifft besonders für die späte Trockenzeit (März/April) zu, wo die gravierendsten Degradationserscheinungen auftreten. Auf eine Intensivierung der Kooperation zwischen Viehzüchtern und Ackerbauern, z.B. durch Dung- und Stoppelweidenutzung sei hingewiesen.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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