Sorge : Untersuchungen zu einem Motiv bei Kafka und Heidegger

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Die Arbeit beschäftigt sich intensiv mit dem Motiv Sorge in Kafkas Werk. Eine gründliche Untersuchung des Begriffs Sorge in dem Prosagedicht "Die Sorge des Hausvaters" steht dabei am Anfang. Schrittweise, fast buchstabierend, wird der kurze Text beispielhaft auf lexikalische, syntaktische und semantische Auffälligkeiten hin überprüft. Auf einer zweiten Ebene werden durch das Hinzuziehen biografischer Aspekte wertvolle, ergänzende Hinweise gewonnen. Dabei können verschiedene semantische Felder herausgearbeitet werden: Ein literarisches Feld, ein juristisches Feld, ein religiöses Feld, ein biologisches Feld, ein Feld des Unbewussten und Erotischen sowie ein ästhetisch/künstlerisches Feld.Eine der Hauptfragestellungen dieser Arbeit ist, ob Kafka die Sorge als ein Leitmotiv in seinem Werk verwendet. So werden nach der ausführlichen Analyse des Textes "Die Sorge des Hausvaters" weitere Erzählungen Kafkas auf das Motiv der Sorge untersucht ("Der Kaufmann", "Erstes Leid", "Unglücklichsein", "Der Bau", "Die Verwandlung" sowie der Roman "Das Schloß"). Es stellt sich heraus, dass Kafka das Thema Sorge in diesen Erzählungen und in dem Roman in vielfältiger Weise behandelt. In allen untersuchten Texten ist die Erkenntnis bzw. die Entdeckung der eigenen Sterblichkeit eng mit dem Thema Sorge verknüpft. Ein Blick auf die expressionistische Epoche zeigt, dass Kafka einer der wenigen Dichter ist, der die Sorge in seinen Erzählungen aufgreift. Im zweiten Teil der Arbeit wird der Fokus auf die Sorge beibehalten, sie wird jetzt jedoch im Umfeld der Philosophie betrachtet. Die Fragen, die durch die Erzählung Die Sorge des Hausvaters aufgeworfen werden, führen zu Reflexionen, die das menschliche Dasein betreffen: Wie wird das Dasein definiert? Was ist Sein und welche Bedeutung spielt dabei die Zeit? Diesen Themen widmet sich der Philosoph Martin Heidegger in seinem Werk "Sein und Zeit". Elementare Wortbedeutungen aus Sein und Zeit wie Sorge und eng mit der Sorge verknüpfte Begriffe wie Man und Angst werden vorgestellt. Bei einem Vergleich von Kafkas und Heideggers Gebrauch des Wortes Sorge lässt sich feststellen, dass es Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen der literarischen und philosophischen Verwendung des Begriffes gibt. Abschließend werden Kafkas und Heideggers Ausführungen zur Sorge mit Sorgekonzepten von Goethe, Blumenberg und Foucault verglichen.

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