Serum Proteome Profiling identifiziert neuartige und leistungsfähige Marker für die Leberbeteiligung bei Mukoviszidose

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

HintergrundMukoviszidose ist eine der häufigsten genetischen Erkrankungen der kaukasischen Bevölkerung. Ca. 30 % der Patienten entwickeln im Rahmen ihrer Erkrankung eine Mukoviszidose assoziierte Hepatopathie (CFLD), die auch die dritthäufigste Todesursache darstellt. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist noch kein geeigneter, nicht invasiver Parameter für die routinemäßige Diagnostik einer CFLD etabliert worden. Das Ziel der vorliegenden Studie war somit die Identifizierung potentieller neuer Serummarker für die Detektion einer CFLD unter Einbezug und Vergleich der Bestimmung der Lebersteife mittels transienter Elastographie.Material und MethodenDas Kollektiv umfasste 45 Mukoviszidosepatienten, als Kontrolle dienten 18 Patienten mit einer chronischen Hepatitis C Infektion. Aus dem Kollektiv aller Mukoviszidosepatienten wurden je vier Patienten mit bzw. ohne CFLD für eine Proteome Profiler Analyse ausgewählt und deren Serum auf insgesamt 220 Proteine analysiert. Die Expression von vier interessanten Proteinen wurde im Anschluss bei allen 45 CF Patienten und den 18 HCV Patienten untersucht und verglichen.Ergebnis Aus allen Proteinen der Proteome Profiler Analyse, die mindestens zweifach erhöht oder erniedrigt im Serum nachweisbar waren, wurden TIMP-4, Endoglin, HGF und Pentraxin 3 für die weitere Analyse mittels ELISA ausgewählt. Es konnte gezeigt werden, dass die Expression von TIMP-4 und Endoglin im Serum von CFLD Patienten signifikant erhöht und die Expression von Pentraxin 3 signifikant reduziert war. Im Serum von HCV Patienten war die Expression von TIMP-4 und Endoglin bei Patienten mit einer manifesten Zirrhose signifikant erhöht im Vergleich zu Patienten mit einer mittel- bis hochgradigen Fibrose. Die Lebersteife war bei CFLD Patienten signifikant erhöht. Mittels ROC-Analyse wurde der optimale Cut-Off-Wert für die Diagnose einer CFLD für TIMP-4 bei 1603 pg/ml, für Endoglin bei 8,6 ng/ml und für die Lebersteife bei 6,3 kPa ermittelt. Sowohl TIMP-4 als auch Endoglin und die transiente Elastographie zeigten eine gute diagnostische Performance für die Diagnose einer CFLD. Durch die Kombination der drei Parameter nahmen die Sensitivität und Spezifität zu.Schlussfolgerung TIMP-4 und Endoglin sind im Serum von CFLD Patienten signifikant erhöht und weisen gute diagnostische Eigenschaften zur Detektion einer CFLD auf. Die diagnostische Aussagekraft nimmt durch die Kombination mit der transienten Elastographie weiter zu. Anhand der HCV Patienten konnte gezeigt werden, dass die Expression der Serummarker mit dem Ausmaß der Leberbeteiligung korreliert.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform