Interaktionsanalysen zwischen Flotillinen und Desmogleinen

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Die Desmosomen repräsentieren eine Variante der Zelladhäsion und verbinden benachbarte Zellen über Desmogleine und Desmocolline. Diese desmosomalen Adhäsionsproteine sind in der Lage, direkte Interaktionen unter benachbarten, extrazellulären Domänen aufzubauen, was zu einem festen Zellzusammenschluss führt. Gleichzeitig können sie mit ihren intrazellulären Domänen über Mediatorproteine mit den Intermediärfilamenten der jeweiligen Zelle interagieren und verteilen so die einwirkenden Kräfte auf eine breite Fläche.Die Regulation und die Mechanismen hinter desmosomalem Auf- und Abbau wurden mit cholesterolreichen Membranabschnitten, den sogenannten membrane- oder lipid-rafts in Verbindung gebracht. Diese sich variabel zusammensetzenden cholesterolreichen Mikrodomänen können durch den Einbau spezieller Membranstrukturen an diversen zellulären Prozessen mitwirken. So beteiligen sie sich beispielsweise an der Organisation von cholesterolabhängigen Zell-Zell-Kontakten. Über ihre assoziierten Proteine, die Flotilline-1 und -2, interagieren sie direkt mit Desmogleinen und Mediatorproteinen im Desmosom. Um regulatorisch wirken zu können, enthalten Flotilline phosphorylierbare Tyrosine, die eine fixe Assoziation zu den Mikrodomänen ermöglichen. Flotilline können über Src-Kinasen phosphoryliert werden und sind somit in diverse Signaltransduktionsprozesse involviert.Ergebnisse dieser Arbeit lassen vermuten, dass sowohl Flotillin-1 als auch -2 direkt über die intrazelluläre cadherine-like-sequence (ICS) der Desmogleine-1-3 interagiert. Die ICS stellt eine hochaffine Interaktionsfläche für Mediatorproteine im Desmosom dar und nimmt eine Schlüsselposition in der Zelladhäsion ein. Die Interaktion über diese Fläche würde die Flotilline ins Zentrum der vermittelnden Strukturen im Desmosom bringen. Weiterhin konnte in dieser Arbeit beobachtet werden, dass das Tyrosin-163 (Y-163) im Flotillin-2 Einfluss auf die Interaktion zu Desmoglein-3 nimmt. Es ist anzunehmen, dass dies eine Interaktion zu Desmoglein-3 sogar verhindert. Somit würde Flotillin-2 einen direkt beeinflussenden Faktor in der Assemblierung der Desmogleine im Desmosom darstellen.

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