Retention von Frontzähnen, Prämolaren und Molaren: Prävalenz und Therapieerfolg : eine retrospektive Studie
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Zusammenfassung
Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, die absolute Prävalenz von Retentionen bleibender Frontzähne, Prämolaren und Moaren (exkl. der Weisheitszähne) für das Patientengut der Poliklinik für Kieferorthopädie der Justus-Liebig-Universität Gießen im Zeitraum 1986-2011 zu untersuchen.Anhand der Karteikarte und der im Rahmen der Behandlung angefertigten Orthopantomogrammen wurde der Schweregrad der Retention vor Therapie, die Behandlungsdauer und der Behandlungserfolg gemessen.Das Patientengut umfasste 8393 Patienten von denen 91 Patienten mit mindestens einem retinierten Frontzahn, Prämolar oder Molaren diagnostiziert wurden, was einer absoluten Prävalenz von 1,08% entspricht. Keiner der untersuchten Zähne konnte anhand festgelegter Kriterien dem Krankheitsbild einer Primären Durchbruchsstörung zugeordnet werden. Die Auswertung der prä- und posttherapeutischen Orthopantomogramme und Patientenakten führte zu folgenden Ergebnissen: Mittlere Oberkiefer-Frontzähne (40,0%) und zweite obere Prämolaren (20,8%) waren am häufigsten betroffen. Männliche Patienten (52,8%) waren nicht signifikant häufiger betroffen als weibliche (47,2%). In 10,8% der Fälle konnte anhand der Anamnese eine Heredität des Krankheitsbildes festgestellt werden. Als häufigste lokale Faktoren welche eine Retention begünstigen, wurden Mesiodentes und vorhergegangene Frontzahntraumata festgestellt. Die Erfolgsrate der kieferorthopädischen Einordnung betrug 91,2%. Die durchschnittliche Therapiedauer betrug 31,2 Monate. Der prätherapeutische Schweregrad der Retention hatte bei der gegebenen Indikationsstellung nur einen geringen bis keinen Einfluss auf Therapiedauer und Therapieerfolg.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
