Psychophysiologische Reaktionen auf störungsspezifisches Bildmaterial bei Personen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung : Eine Untersuchung von Herzfrequenz und Hautleitfähigkeit

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Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch Impulsivität sowie In-stabilität im Selbstbild, in zwischenmenschlichen Beziehungen und in der Stimmung. Selbstverletzendes Verhalten, insbesondere das Zufügen von Schnittverletzungen durch scharfe Gegenstände, geht häufig mit der Erkrankung einher.Aus der Darstellung der Literatur geht hervor, dass sich Studien im Vorfeld dieser Arbeit mit dem Einfluss emotionaler Stimuli auf die Reaktionen von Herzfrequenz und Hautleitfähigkeit bei Personen mit BPS beschäftigt haben. Psychophysiologische Re-aktionen auf Bilder von Schneideinstrumenten oder blutigen Schnittwunden, als stö-rungsspezifische Stimuli, wurden bei Personen mit BPS bisher nicht umfassend unter-sucht. Zudem existieren nur wenige Studien, die sowohl störungsspezifische Stimuli als auch emotionale Stimuli ohne Bezug zur Erkrankung verwendet haben.Forschungsgegenstand der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung der allgemeinen und störungsspezifischen emotional-motivationalen Reaktivität von Personen mit BPS und gesunden Kontrollprobanden mit der Hypothese, dass sich Personen mit BPS im Vergleich zu Gesunden im Erleben allgemeiner bzw. störungsspezifischer Bilder unter-scheiden. Als störungsspezifische Stimuli wurden Bilder von selbstverletzendem Ver-haltens dargeboten. Psychophysiologische Reaktionen auf die Präsentation positiver, negativer, neutraler und störungsspezifischer Bilder wurden durch Herzfrequenz-Akzeleration, Herzfrequenz-Dezeleration und Hautleitfähigkeitsreaktion erfasst. Die subjektive Einschätzung von Valenz und Arousal des Bildmaterials erfolgte mithilfe eines Self-Assessment Manikins. Ähnlich wie in der bisherigen Literatur waren die Er-gebnisse der Untersuchung uneinheitlich. Personen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und Gesunde unterschieden sich in der subjektiven Bewertung des Bildmaterials, in den Reaktionen von Herzfrequenz und Hautleitfähigkeit waren beide Gruppen hingegen vergleichbar.Aufschlussreich für zukünftige Untersuchungen wäre eine Fragestellung, die in der Auswahl des Stimulusmaterials unterschiedliche Aspekte mit Bezug zur Erkrankung berücksichtigt. Beispielsweise könnten verschiedene Untergruppen der störungsspezi-fischen Bildkategorie untersucht werden aus den Bereichen selbstverletzendes Verhal-ten, Suizidalität, Sucht, Niedergeschlagenheit, Verlassenwerden und zwischenmensch-liche Konflikte. Sollten in den Bildkategorie-Untergruppen unterschiedliche Reaktionen messbar sein, ergäben sich weitere Erkenntnisse zur emotionalen Reaktivität von Per-sonen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung, die möglicherweise neue Therapieansätze nach sich ziehen könnten.

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