Korrelation zwischen Heparinkonzentration im Blut und ACT-Messung während pädiatrischen Herzeingriffen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine : Validierung einer neuen Heparin-Messmethode

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Ziel und Hintergrund der Studie: Die Antikoagulationswirksamkeit von Heparin wird während der herzchirurgischen Eingriffe mit der ACT-Methode (activated clotting time) gemessen, dennoch wurde gezeigt, dass Heparinkonzentration und die ACT bei den Erwachsenen schwach korrelieren. Ziel dieser Arbeit war, die genaue Korrelation zwischen der ACT und der tatsächlichen Heparinkonzentration im Blut bei pädiatrischen Herzeingriffen zu zeigen. Methode und Material: Mit Hilfe einer neuen Messmethode (LiSA-H: Light Scattering Analysis Method Heparin) wurde die Heparinkonzentration bei 30 Kindern (21 männlich, 9 weiblich, Durchschnittsalter 3,8±6 Jahre, Gewicht 17±16 kg), mit unterschiedlichen herzchirurgischen Eingriffen direkt im Blut gemessen. Parallel und aus der gleichen Blutprobe wurde die ACT mit der üblichen Methode im OP mit dem Gerät Hemochron Junior bestimmt. Protamin wurde am Ende der OP 1:1 zur Antagonisierung gegeben.Das Prinzip der neuen Messmethode basiert auf der Tatsache, dass Heparin und Protamin einen Nanopartikelkomplex mit einander bilden. Dieser Komplex wird einer Lichtquelle in bestimmten Winkeln ausgesetzt und die verursachte Lichtstreuung, die proportional zu der Menge von Heparin verläuft, wurde bestimmt, und somit die Heparinkonzentration.Ergebnisse: Insgesamt wurden 210 LiSA-Messungen parallel zu ACT durchgeführt. Es kam in nur 36,7% der Fälle zu synchronen Verläufen zw. ACT und LiSA-Kurven. In den restlichen 63,3% wurde keine Korrelation gezeigt. In den meisten asynchronen Verläufen zwischen ACT und Heparinkurven zeigten sich fehlerhafte ACT Messungen von > 1000 Sek. Hier kam es überwiegend zu starken intra- und postoperativen Blutungen und bei insgesamt 5 Kindern sogar bei Tamponadegefahr und hämodynamischer Instabilität zu Rethorakotomien als Notfall-OP zur Blutstillung. Eine präzise Messung der Heparinkonzentration mit der neuen Messmethode (LiSA) war sogar bei fehlerhaften ACT-Messungen (ACT>1000 Sek.) möglich.ACT und tatsächliche Heparinkonzentrationen erwiesen sich als disjunkte Parameter für die meisten Patienten, was darauf hinweist, dass die ACT kein zuverlässiger Parameter für die Antikoagulation ist.Schlussfolgerung: In der Kinder- und Erwachsenenherzchirurgie sollte der Antikoagulations- und Protaminisierungsstatus durch die direkte Heparinmessung im Blut in Kombination mit der ACT bestimmt werden, da die ACT Methode allein nicht zuverlässig ist.

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