Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz aus Sicht landwirtschaftlicher Unternehmen : Entwicklung eines Informations- und Steuerungssystems zur Wettbewerbsstärkung der Primärproduktion

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Auf Grundlage der von der Informationsökonomie beschriebenen asymmetrischen Informationsverteilung und ausgelöst durch sogenannte Lebensmittelskandale in Europa begründete die EU-Kommission ihre Hypothese von einer derzeitigen unterlegenen Stellung des Konsumenten im Marktprozess, um ein neues Lebensmittel- und Futtermittelrecht zu entwickeln. Auch die wachsende Verbreitung von Handelsmarken(Private Labels)und die daraus resultierenden Haftungsverpflichtungen des Lebensmitteleinzelhandels als Träger des Produktrisikos führten zu der Entwicklung von Qualitätssicherungssystemen in der Lebensmittelherstellungskette und damit auch zu dem Anspruch nach einer verstärkten Einbeziehung der Primärproduktion in die Qualitätssicherung des Lebensmittelherstellungssystems. Neben den umfangreichen Dokumentationsaufgaben aus dem Lebensmittelrecht und den Standards des Lebensmitteleinzelhandels haben die landwirtschaftlichen Unternehmer die Dokumentations- und Steuerungsaufgaben aus dem Umweltrecht und den Cross Compliance-Verpflichtungen umzusetzen. Auf Grundlage der zuvor erfolgten Analyse werden die wesentlichen Aufgaben für ein überbetriebliches Informations- und Managementsystem herausgearbeitet. Ziel dieses Systems ist eine Aufwandsreduzierung für die Datenerfassung im landwirtschaftlichen Unternehmen, die Verdichtung von Daten zu Informationen und ihre Distribution zu den Akteuren der Food Chain. Zudem wird die Implementierung eines Systemmanagements als notwendig angesehen, mit der Aufgabe Kommunikationspartner eines Verbundes landwirtschaftlicher Unternehmen gegenüber Partnern und anderen Systemen in der Food Chain zu sein. Die Beispiele zeigen, dass bei Anwendung eines überbetrieblichen Informations- und Managementsystems für die beteiligten Unternehmen - insbesondere im Produktionsverbund - überschaubare Kosten anfallen. Denen gegenüber steht ein wesentlicher Nutzen in der Aufwandsreduzierung bei gleichzeitiger Qualitätsverbesserung in der Erfüllung von Dokumentationsverpflichtungen. Nicht hoch genug einzuschätzen ist die Fähigkeit, gegenüber den Systempartnern, in der Food Chain die Qualitäten nach Herkunft, Produktionsverfahren, Lieferzeitpunkt und -umfang zuzüglich eingehaltener Qualitätssicherungsstandards rechtssicher zu belegen. Erst solche Informationssysteme eröffnen eine an den Märkten erforderliche Artikulationsfähigkeit, die keinesfalls als Einbahnstrasse innerhalb einer Systemhierarchie anzusehen ist, sondern vielmehr als Kommunikationsinstrument in einem vernetzten System.

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