Die Wirkung von Pethidin und Lidocain an Tetrodotoxin-resistenten Natriumkanälen isolierter Spinalganglienzellen der erwachsenen Ratte

Loading...
Thumbnail Image

Date

Advisors/Reviewers

Further Contributors

Contributing Institutions

Publisher

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

License

Abstract

Das Opiat Pethidin weist neben seiner agonistischen Wirkung auf den µ-Rezeptor zusätzlich eine starke lokalanästhetische Wirkung auf, die auf seine blockierende Wirkung am Natriumkanal zurückzuführen ist. In dünnen schmerzleitenden Nervenfasern sind Tetrodotoxin (TTX)-resistente Natriumkanäle für die Impulsentstehung und -weiterleitung verantwortlich. In der vorliegenden Arbeit wurde die Wirkung des Opiates Pethidin mit der des Lokalanästhetikums Lidocain am TTX-resistenten Natriumkanal verglichen. Dazu wurden mittels der Whole-Cell-Konfiguration der Patch-Clamp-Methode TTX-resistente Natriumströme an enzymatisch dissoziierten Spinalganglienzellen erwachsener Ratten dargestellt und untersucht. Halbmaximale Blockierungskonzentrationen (IC50) wurden mit Hilfe nicht-linearer Anpassung der entsprechenden Gleichungen an die Datenpunkte einer Konzentrations-Inhibitionskurve gewonnen. Bei niedriger Reizfrequenz blockieren Pethitidin und Lidocain den TTX-resistenten Natriumkanal konzentrationsabhängig und reversibel mit IC50-Werten von 289 ± 16 µmol/l für Pethidin und 198 ± 23 µmol/l für Lidocain. Erhöht man die Reizfrequenz auf 2 Hz, so tritt bei Lidocain zusätzlich ein use-dependent Block auf, das heißt, die Blockierung des Kanals erhöht sich mit zunehmender Impulszahl. Während des zehnten Impulses liegt der IC50 Wert für Lidocain bei 74 ± 7 µmol/l. Pethidin dagegen weist keinen use-dependent Block mit einem IC50 Wert von 203 ± 9 µmol/l auf. Beide Substanzen verursachen eine starke dynamische Blockierung, das heißt, im Verlauf der Aktivierung und Inaktivierung einer einzelnen Stromregistrierung nimmt die Stromblockade exponentiell zu. Durch Anfertigen von Inhibitions-Wirkungsbeziehungen für Pethidin an mit Lidocain vorblockierten Natriumkanälen zeigt sich, daß beide Substanzen an unterschiedlichen Bindungsstellen am Natriumkanal angreifen. Lidocain und Pethidin zeigen gemeinsame, aber auch unterschiedliche Blockierungseigenschaften am TTX-resistenten Natriumkanal, wobei die Unterschiede auf verschiedene Bindungsstellen zurückzuführen sind.

Link to publications or other datasets

Description

Notes

Original publication in

Original publication in

Anthology

URI of original publication

Forschungsdaten

Series

Citation