Transepithelialer Transport und Metabolismus kurzkettiger Fettsäuren im Dickdarm von Schweinen

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In der vorliegenden Untersuchung wurden in vitro die Aufnahmen und die Abgaben sowie die Gewebeakkumulationen von SCFA im porcinen Dickdarm unterverschiedenen Inkubationsbedingungen bestimmt und deren Metabolisierung errechnet. Dazu wurden die SCFA-Konzentration (80 / 40 mmol·1-1 ), dieRichtung des SCFA-Gradienten (mukosal-serosal / serosal-mukosal) sowie der pH-Wert der mukosalen Pufferlösung (7,4; 6,4; 5,4) variiert. Die Studien wurden an isolierten Epithelien des proximalen Colons wachsender Schweine (20-30 kg Lebendgewicht) mittels der modifiziertenUssing-Kammer-Technik durchgeführt; während ein elektrischer Gradient ausgeschlossen war, lag in Abweichung von der klassischen Methode einSCFA-Gradient vor. Grundsätzlich schloß sich einer einstündigen Äquilibrierung des Systems eine einstündige Meßphase an. Am Ende jeder Fluxperiode wurden die SCFA-Konzentrationen in den mukosalen Lösungen direkt und in den serosalen Lösungen nach einerAufkonzentrierung gaschromatographisch bestimmt. Folgende Ergebnisse lassen sich zusammenfassen : · Die Aufnahmeraten betrugen in mukosal-serosaler Gradientenrichtung je nach Inkubationsansatz zwischen 12 und 19 [mikro]mol· cm-2· h-1 und liegen damit inder Größenordnung der in der Literatur gemachten Angaben. · Bei einer Ausgangskonzentration von 80 mmol·1-1 SCFA wurden ca. 50 % der mukosal aufgenommenen SCFA serosal wieder abgegeben. Bei geringerGewebeakkumulation wurde etwa die Hälfte der mukosal aufgenommenen SCFA metabolisiert. Gleichzeitig stieg in der serosalen Lösung der molare Anteil anAcetat im Vergleich zur Ausgangsverteilung, während der Butyratanteil zurückging. · Eine Reduzierung der SCFA-Konzentration auf 40 mmol·1-1 hatte nur einen geringen Einfluß auf die mukosale Aufnahme, die serosale Abgabe und dieMetabolisierung. Die Gewebeakkumulation von Acetat und Butyrat sank jedoch um mehr als 50 %. · Eine Umkehrung der Gradientenrichtung (serosal-mukosal) erbrachte im Vergleich zur physiologischen Gradientenrichtung keine Unterschiede in Aufnahmeund Abgabe von SCFA. Die Gewebeakkumulation reduzierte sich jedoch um ca. 60 %, die Menge an metabolisiertem Acetat war bei dieserGradientenrichtung um ca. 40 % erhöht. · Eine Absenkung des mukosalen pH-Werts von 7,4 auf 5,4 hatte für Propionat und Butyrat einen Rückgang der Metabolisierungsrate und damit eine leichterhöhte serosale Abgabe zur Folge. Aus den vorliegenden Untersuchungsbefunden ergeben sich keine Hinweise, daß Änderungen der SCFA-Konzentration oder des pH-Wertes im mukosalenKompartiment einen nennenswerten Einfluß auf Transport und Metabolisierung der SCFA im porcinen Dickdarmepithel haben. Die stark unterschiedlicheGewebeakkumulation bei der Änderung der Gradientenrichtung läßt dagegen vermuten, daß Unterschiede im SCFA-Transport durch die apikale und diebasale Membran bestehen. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung konnte jedoch nicht geklärt werden, ob dies auf unterschiedlichenTransportmechanismen oder nur auf unterschiedlichen Transportkapazitäten der beiden Membranen beruht.

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