Evidenzbasierte Auswertung therapeutischer Verfahren zur Behandlung des Ovarialzystensyndroms, der hypocalcämischen Gebärparese und der Nachgeburtsverhaltung beim Milchrind

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Im Rahmen der vorliegenden Studie sollten mit den Bewertungskriterien derevidenzbasierten Medizin nationale wie internationale Publikationen der letzten 59Jahre analysiert werden, die sich mit der Therapie der Ovarialzysten, derHypocalcämie post partum und der Nachgeburtsverhaltung des Milchrindesauseinandersetzen. Ziel war es dabei, Studien hohen Evidenzgrades zu detektieren,um die bestmögliche Therapiemethode der oben genannten Krankheiten darstellenzu können.Zudem sollten anhand der systematischen Auswertung der VeröffentlichungenSchwachstellen im Studiendesign sowie die Einflüsse auf deren Resultateaufgedeckt werden. Folgende relevante Ergebnisse wurden gefunden:- Die meisten Veröffentlichungen wurden über das Thema der Therapie derOvarialzysten des Rindes gefunden (n = 260), gefolgt von Veröffentlichungenzum Thema der Therapie der Hypocalcämie post partum des Rindes (n = 87)und Publikationen zum Thema der Nachgeburtsverhaltung des Rindes(n = 92).- Es zeigte sich, dass die Veröffentlichungszeitpunkte der unterschiedlichenThematiken variieren. Zum Thema der Therapie der Ovarialzysten des Rindeswurden im Jahr 1977 die meisten Veröffentlichungen publiziert (n = 17). ZumThema der Therapie der Hypocalcämie post partum des Rindes waren 1975die meisten Studien (n = 7) zu finden. Zum Thema der Therapie derNachgeburtsverhaltung des Rindes wurden im Jahre 1985 die meistenVeröffentlichungen gezählt (n = 5). Insgesamt sind Studien zum Thema derTherapie der Nachgeburtsverhaltung jüngeren Datums als Arbeiten über dieanderen Krankheitskomplexe.- Bei der Einteilung der Veröffentlichungen durch drei unabhängige Gutachterfallen große Diskrepanzen auf. Es kommt besonders häufig zuFehleinteilungen bei den Studientypen Fallserien und Kohorten-Studien.- Die Verteilung der Studientypen zeigt zum Thema der Therapie derOvarialzysten des Rindes einen deutlichen Überhang an so genannten136 anderen kontrollierten Studien (36 %). Den zweithäufigsten Studientypnehmen Expertenmeinungen / Editorials / Consensus Reports ein (19 %). ZumThema der Therapie der Hypocalcämie post partum des Rindes überwiegenVeröffentlichungen des Studientyps der Expertenmeinungen / Editorials /Consensus Reports (33 %). Anzahlmäßig folgen andere kontrollierte Studien(25 %) und Fallserien (20 %). Zur Thematik der Therapie der Nachgeburtsverhaltungdes Rindes wird ein Überhang an Fallserien (28 %) dokumentiert.Anzahlmäßig folgen randomisierte, kontrollierte Studien (23 %) undExpertenmeinungen / Editorials / Consensus Reports (18 %).- Eine Metaanalyse konnte nicht erstellt werden, weil die untersuchtenPublikationen sowohl im Studiendesign als auch inhaltlich nicht miteinandervergleichbar waren, beziehungsweise keine ausreichend qualitätsvolle Studienvorliegen.Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Mangel an evidenzstarkenverblindeten, randomisierten, kontrollierten Studien zu allen drei untersuchtenKrankheitskomplexen vorliegt. Verblindete, randomisierte, kontrollierte Studienentsprechen dem Goldstandard therapeutischer Studien. Demnach sollte zukünftigdarauf geachtet werden, therapeutische Studien sowohl in ihrer Durchführung alsauch der anschließenden Dokumentation qualitativ zu verbessern.Derzeit kann auf evidenzbasierter Basis keine Aussage über die bestmöglicheTherapieform der Krankheiten des Ovarialzystensyndroms, der Hypocalcämie postpartum sowie der Nachgeburtsverhaltung des Rindes getroffen werden.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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