Der lumbosakrale Übergangswirbel beim Deutschen Schäferhund : Formen, Häufigkeit und Genetik

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Thema dieser Arbeit ist es die lumbosakralen Übergangswirbel (LÜW) beim Deutschen Schäferhund (DSH) in Formen einzuteilen und ihre Häufigkeit zu bestimmen. Über die Vatertiere wird die Heritabilität für das Merkmal LÜW geschätzt. Der Literaturteil gibt einen Überblick über die Biomechanik des lumbosakralen Übergangs und das Schrifttum zum LÜW. Besondere Beachtung finden hierbei die Häufigkeit des LÜW bei den einzelnen Rassen, die Untersuchungsmethoden der Autoren und der Einfluß des LÜW auf die Hüftgelenksdysplasie (HD) und das Cauda equina Kompressionssyndrom (CES).An 5000 HD-Röntgenaufnahmen von DSH mit Zuchtbuchnachweis wird die Häufigkeit von LÜW bestimmt. Das Vorliegen eines LÜW wird in Korrelation zum HD-Grad gebracht, mit besonderer Beachtung der asymmetrischen LÜW.Die Auswertung von HD-Aufnahmen ermöglicht es LÜW beim Hund zu diagnostizieren. Technische, Lagerungs- oder Überlagerungsfehler lassen bei einem Teil der Aufnahmen (12,28%) keine klare Beurteilung der lumbosakralen Region zu. Es wird ein höherer Anteil an LÜW (28,96%) festgestellt als in der Literatur bisher angegeben wurde. Den Großteil der LÜW bildet die Form des isolierten PS S1 (78% der LÜW), ausgeprägte symmetrische (12%) und asymmetrische (10%) LÜW sind etwa gleich häufig vertreten. Weder Alter noch Geschlecht haben einen Einfluß auf das Auftreten eines LÜW. Vorliegen eines LÜW ist keine Prädisposition für HD. Es zeigte sich aber eine Tendenz, dass bei einem asymmetrischen LÜW das Hüftgelenk der Seite mit dem geringeren Kontakt zwischen dem LÜW und dem Becken häufiger das schlechtere ist. Statistisch ist die Anzahl der Fälle jedoch zu gering, um eine Signifikanz zu erarbeiten. Mit Hilfe der Vatertiere konnte eine Heritabilitätsschätzung für das Merkmal LÜW durchgeführt werden. Das Ergebnis wurde mit einer Schätzung des HD-Grades im gleichen Datenmaterial verglichen. Die F-Werte der einfaktoriellen Varianzanalyse (ANOVA) lagen bei beiden Merkmalen etwa gleich (LÜW: 1,405; HD: 1,357), was auf einen Anteil der genotypischen Varianz von etwa 20-30% schließen lässt. Dieses Ergebnis ermöglicht zuchthygienische Maßnahmen zur Reduzierung von LÜW beim DSH, was vor allem im Hinblick auf eine mögliche Korrelation zwischen LÜW und CES von Bedeutung sein kann. Diese Korrelation muss aber noch durch weitere Untersuchungen abgesichert werden.

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