Klinische Charakteristik und ambulante Therapieoptionen bei Anämie bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: Eine Praxisstudie
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Zusammenfassung
Hintergrund:
Die Behandlung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) erfordert ein umfassendes Verständnis der Krankheitsdynamik sowie eine personalisierte Therapie. Diese Studie hatte zum Ziel, die Rolle der Anämie sowie die Wirksamkeit verschiedener therapeutischer Ansätze bei CED-Patienten in einem konsekutiven ambulanten Setting zu untersuchen.
Ergebnisse:
Die Auswertung von 307 Patienten mit Morbus Crohn (MC) und Colitis ulcerosa (CU) zeigte, dass Eisenmangelanämie bei beiden Erkrankungen häufig auftritt. Unter Therapie verbesserten sich sowohl Hämoglobin- als auch Eisen- und Ferritinwerte deutlich. Gleichzeitig nahm die Entzündungsaktivität, gemessen an Calprotectin, ab. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Geschlechtern, und weder das Vorliegen einer Anämie noch die Art der Eisentherapie beeinflussten die Zeit bis zur steroidfreien Remission.
Schlussfolgerung:
Die Studie zeigt, dass therapeutische Maßnahmen im ambulanten Bereich zu einer signifikanten Verbesserung hämatologischer Marker und einer Reduktion der Entzündungsaktivität bei CED führen. Die Art der Eisentherapie hatte keinen Einfluss auf die steroidfreie Remission. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung individualisierter und kontinuierlich angepasster Behandlungsstrategien.