Modellierung landwirtschaftlicher Maßnahmen zur Minderung der Nitratauswaschung im Wasserschutzgebiet Getelo-Itterbeck in Niedersachsen

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Nitrat-Konzentrationen im Grundwasser sandiger Böden korrelieren deutlich mit Stickstoffüberschüssen an der Bodenoberfläche. In der vorliegenden Arbeit wurden für ein überwiegend sandiges Wasserschutzgebiet im Nordwesten Deutschlands ausgewählte landwirtschaftliche Maßnahmen auf ihre die Nitratauswaschung mindernde Wirkung untersucht. Dazu wurde der Wasser- und Stickstoffhaushalt mit HERMES, einem eindimensionalen und prozessorientierten Modell, simuliert. Das Modell berechnet auf der Basis von täglichen Wetterdaten in der ungesättigten Zone die verschiedenen Prozesse des Stickstoffhaushaltes. Eine Validierung erfolgte überwiegend anhand von Tiefenprofilen. Das Wasserschutzgebiet wurde durch Aggregieren von Böden mit ähnlichen Bodencharakteristika in sechs Bodeneinheiten gegliedert, deren Bodenparameter sich jeweils in fest definierten Spannweiten bewegen. Für die am häufigsten angebauten Kulturarten Sommergerste, Winterroggen, Silomais, Kartoffeln und Grünland wurden die Wirkungen einer reduzierten Stickstoffdüngung analysiert. Für die Ackerkulturen wurde ferner der Effekt des Zwischenfruchtanbaus auf die Nitratauswaschung untersucht. In weiteren Szenarien wurde die Sensitivität der Modellergebnisse auf die Anwendung unterschiedlicher Wirtschaftsdünger durch Variation der Verhältnisse von mineralischem zu organisch gebundenem Stickstoff simuliert. Mit Hilfe von Sensitivitäts- und Unsicherheitsanalysen konnten sich besonders intensiv auf die Nitratauswaschung auswirkende Standortfaktoren und Nutzungsparameter identifiziert und Unsicherheiten der Modellergebnisse abgeschätzt werden. Bei allen Kulturarten war ein deutlicher Rückgang der Nitratauswaschung bei einer Reduzierung der Stickstoffdüngung erkennbar. Grünland zeigte sich vor Winterroggen und Sommergerste als eine besonders geeignete Kultur, um die Nitratauswaschung gering zu halten. Silomais und Kartoffeln erwiesen sich als Problemkulturen. Beim Anbau von Zwischenfrüchten zeigte sich bei allen Ackerkulturen eine deutliche Abnahme der Nitratauswaschung, die bei Silomais und Kartoffeln geringer als bei Sommergerste und Winterroggen ausfiel. Durch Zudüngung zur Zwischenfrucht wurde der positiver Effekt seines Anbaus erheblich gemindert und das Auswaschungsrisiko erhöht. Das angewandte Modell erwies sich für die Beurteilung der Nitrat-Auswaschungsgefährdung und für die Optimierung von Maßnahmen zu seiner Minderung als ein geeignetes Instrument.

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