Hämatologiesystem ADVIA 120, Softwareadaptation und Evaluation bei den Tierarten Schaf und Ziege

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Die Softwareadaptation und -evaluation des ADVIA 120 (Fa. Bayer Diagnostics München) für die Tierarten Schaf und Ziege beeinhaltetedie Ermittlung von Präzision, Richtigkeitsprüfung, Linearität und Carryover anhand von 212 ovinen und 243 caprinen Proben für dieParameter des großen Blutbildes. Für die meisten Parameter des ADVIA 120 wurde innerhalb und über verschiedene Serien hinweg einesehr gute Präzision mit einem CV < 2,3 % ermittelt. Höhere Werte ergaben sich lediglich für die Thrombozytenparameter, Retikulozytenund Monozyten. Für Schaf und Ziege wurden sowohl im Bereich des roten als auch des weißen Blutbildes mit den Referenzgeräten und-methoden gute bis akzeptable Korrelationen und Mittelwertunterschiede erzielt. Eine gute Registrierung von caprinen Retikulozyten istebenfalls gewährleistet. Schlechteren Ergebnisse zeigten auch hier die Monozyten. Der Technicon H*1 erwies sich mit der verwendetenSoftware-Einstellung "Ratte" als nicht geeignet zur korrekten Bestimmung der caprinen Parameter RBC, PCV und PLT sowie des RBCund PLT bei Schafen von 3 oder weniger Lebensmonaten. Bei beiden Tierarten ist die Linearität der Meßwerte des ADVIA 120 für dieuntersuchten Parameter gewährleistet. Das Carryover bewegte sich für das Rote Blutbild zwischen 0,00 % (HGB) und 0,11 % (RBCovin)bzw. 0,22 % (RBCcaprin). Die Zellverschleppung beträgt für das WBC 0,26 % (Schaf) bzw. 0,61 % (Ziege) und für das PLT 0,27 % (Schaf)bzw. 0,16 % (Ziege). Die Überprüfung eines antikoagulanzienbedingten Einflusses auf die Meßergebnisse des ADVIA 120 und TechniconH*1 anhand der Auswertung von 14 caprinen und 11 ovinen Proben, die mit K2-EDTA, Li-Heparin und Na-Citrat versetzt wurden zeigt, daßK2-EDTA das am besten geeignetste Antikoagulanz für die Analyse von Schaf- und Ziegenblut darstellt. Eine 72 stündigeVerlaufsuntersuchung, die sich mit dem Einfluß der Lagerungszeit und -temperatur auf 11 ovine und 10 caprine Proben befaßt, kam zunachfolgenden Ergebnissen. Für die Parameter RBC, PCV, HGB, MCH, MCHC, MCV und RDW bei Ziege und Schaf führte einedreitägige Lagerung, unabhängig von der Temperatur, zu einer akzeptablen maximalen Abweichung (Mittelwert ± Standardabweichung)von unter 5 % des Ausgangswertes. Die Parameter WBC, Eosinophile Neutrophile und Lymphozyten erwiesen sich je nach Tierart undLagerung bis 48 bzw.72 Stunden als stabil. Die Thrombozyten- und Monozytenwerte zeigten bereits nach 3 Stunden inakzeptabeleDifferenzen.

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