In dieser Bachelorarbeit werden verschiedene Aspekte der biologischen Unkrautregulierung aufgeführt und zusammengefasst, da diese Methode als Alternative in der Unkrautbekämpfung, noch immer Neuland in Europa ist.Es werden die einzelnen Methoden erklärt, ein kurzer geschichtlicher Abriss vorgenommen, einige aktuelle Forschungsarbeiten in Europa und der Welt vorgestellt, auf Risiken und Grenzen der Verfahrens hingewiesen und ein Ausblick an zukünftigen Möglichkeiten gegeben.
Unkräuter stellen sowohl in der Landwirtschaft, als auch in anderen Ökosystemen, hier in Form von Neophyten, ein Problem dar. Allerdings nimmt durch überhöhten Gebrauch von Herbiziden, oder auch durch den Verdrängungseffekt invasiver Arten, die Biodiversität in der heimischen Vegetation ab.Mithilfe der biologischen Unkrautregulierung kann der Einsatz von Herbiziden gesenkt und der Erhalt der biologischen Vielfalt gewährleistet werden. Es werden vier verschiedene Methoden von MÜLLER-SCHÄRER (2002) unterschieden. Zum einen gibt es polyphage Herbivoren, zum anderen die Methoden, die im engeren Sinne zur biologischen Unkrautbekämpfung gezählt werden. Zu diesen Verfahren zählen die klassische Methode, die Bioherbizide und die System-Management-Methode.
Mit und an diesen Methoden wird zur Zeit in allen Erdteilen immer wieder geforscht, neue Erkenntnisse werden gewonnen und, wenn möglich, in die Praxis umgesetzt. Aber nicht überall wird eine Lösung gefunden. Oft stößt diese Methode an ihre Grenzen, wenn z. B. kein spezialisierter Gegenspieler für das Unkraut gefunden wird. Die biologische Methode birgt wenige Risiken. Ein immer wieder diskutiertes davon ist die Möglichkeit des Wirtswechsels des Kontrollorganismus von dem Zielunkraut auf heimische Pflanzen. Durch Ermittlung des Wirtsspektrums des Antagonisten sollte das Risiko ausreichend minimiert werden.
Insgesamt gesehen bietet die biologische Unkrautregulierung eine Ergänzungsmöglichkeit für die anderen Methoden der Unkrautbekämpfung und stellt in einigen Fällen auch die alleinige Alternative dazu dar. In Europa könnte sie in Zukunft bei der Bekämpfung invasiver Neophyten und herbizidresistenter Unkräuter, sowie in Fällen, in denen sie sich als am wirtschaftlich günstigsten erweist, an Bedeutung gewinnen. Aber bis dahin muss noch einiges an Forschungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und industrieller Entwicklung geleistet werden.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen