Versuche zur Unterdrückung der Fortpflanzungsfähigkeit beim juvenilen kleinen Wiederkäuer mit Hilfe des slow-release-GnRH-Analogons Deslorelin

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Ziel der Untersuchung war es zu prüfen, ob der Einsatz eines slow-release-GnRH-Implantates sicher zur Unterdrückung der Hodenentwicklung beim juvenilen kleinen Wiederkäuer führt. Getestet wurde der Wirkstoff Deslorelin an insgesamt 10 Tieren, 7 Schafen und 3 Ziegen. Die gleiche Zahl an Tieren wurde als Kontrollgruppe untersucht. Im Abstand von 2 Wochen wurden zehnmal eine klinische Allgemeinuntersuchung und eine andrologische Untersuchung vorgenommen und die Parameter Puls, Atmung, Temperatur, Körpergewicht, Körpergröße, Hodenkonsistenz, Hodenlänge, -breite, -höhe und -umfang ermittelt. Im Anschluss erfolgte jedes Mal eine sonographische Untersuchung des Hodens und Nebenhodens mit Durchführung einer Grauwertanalyse und eine Blutabnahme zur Bestimmung der Testosteronkonzentration. Nach diesen ersten 10 Untersuchungen wurden 4 der Schafe und 3 Ziegen kastriert, die gleiche Anzahl in der jeweiligen Kontrollgruppe. Nach Entnahme der Testikel wurde aus dem Nebenhoden Sekret zur spermatologischen Beurteilung gewonnen. Hoden und Nebenhoden wurden histologisch auf das Vorhandensein der Spermatogenese untersucht. Um die Wirkung eines 2. Implantates zu überprüfen, wurde 3 Schafen ein 2. Implantat injiziert. Es folgten 5 Untersuchungen wie oben beschrieben und zum Abschluss wurden alle Schafe kastriert.Es konnten folgende relevante Ergebnisse gefunden werden: Klinische Parameter wurden nicht signifikant beeinflusst. Durch das slow-release-GnRH-Implantat kann die Hodenentwicklung nicht sicher unterdrückt werden. Bei einigen Tieren konnte eine Verkleinerung des Hodens bzw. ein geringeres Wachstum des Hodens festgestellt werden. Bei Tieren mit kleinem Hoden konnte keine Spermatogenese nachgewiesen wer-den. Es gibt keine Korrelation zwischen Konsistenz und Vorliegen der Spermatogenese. Anhand der Graustufenanalyse des Hodens kann keine sichere Aussage über Entwicklungstand und Fertilitätsstatus gemacht werden.Die Gründe, warum das Implantat nicht zur sicheren Unterdrückung der Hodenentwicklung führt, sind unklar und müssen weiter untersucht werden.

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler Verlag

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