Retrospektive Studie zur Behandlung der hoch transsphinktären Fistel mittels Fistelexzision und primärer Sphinkterrekonstruktion : eine retrospektive Analyse mit 50 Fällen
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Zusammenfassung
Das Analfistelleiden ist ein für den Patienten unangenehmes, wenn auch seltenes Krankheitsbild, welches sich aus chronisch-entzündlichen Prozessen der Proktodealdrüsen entwickelt, selten spontan ausheilt und zur Rezidivbildung neigt. Die Therapie besteht überwiegend aus operativen Maßnahmen, stellt heute aufgrund lebensqualitätseinschränkender Komplikationen wie Sphinkterverletzungen bei hohen transsphinktären Fisteln trotz koloproktologischer Spezialmethoden aber eine große Herausforderung dar. Die 1985 erstmals beschriebene Fistelexzision mit primärer Sphinkterrekonstruktion stellt eine radikale, aber kausale Behandlung des Leidens dar, durch die Rekonstruktion soll das Risiko einer postoperativen Stuhlinkontinenz vermindert werden. Aufgrund fehlender Evidenz konnte die Methode erst an wenigen Zentren etabliert werden.Ziel dieser retrospektiven Arbeit war eine klinische Evaluierung der Fistelexzision mit primärer Sphinkterrekonstruktion und anschließendem Vergleich der Ergebnisse mit etablierten Alternativen. 50 in die Studie eingeschlossene Patienten mit hohen transsphinktären Fisteln wurden evaluiert.Eine kurze Operationszeit von 28 Minuten (SD 16) brachte ein gutes Outcome der Heilungsrate von 88%, diese Ergebnisse sind mindestens gleichwertig zu denen nach alternativen Behandlungen. Eine verbesserte Stuhlkontinenzsituation konnte bei den präoperativ Nichtkontinenten erreicht werden (p<0,01), postoperativ konnten alle Patienten schlechtestenfalls dem milden Grad 1 zugerechnet werden. Die Schmerzfreiheit konnte von 38% auf 86% (p<0,01) mehr als verdoppelt werden.Die Relevanz der Fistelexzision mit primärer Sphinkterrekonstruktion konnte durch diese Studie gezeigt werden, im Vergleich zum Advancement Flap als bisherigen Goldstandard ließen sich ein besseres Outcome bei einer größeren Indikationsbreite erreichen. Zur Etablierung und Ausweitung der aussichtsreichen Methode sind randomisiert-kontrollierte Studien nötig.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
