Das System der dual organisierten beruflichen Erstausbildung im Spannungsfeld des strukturellen Wandels der Berufs- und Arbeitswelt

dc.contributor.authorSöhngen, Hermann
dc.date.accessioned2023-03-28T12:45:16Z
dc.date.available2004-08-05T10:30:57Z
dc.date.available2023-03-28T12:45:16Z
dc.date.issued2003
dc.description.abstractMakroökonomische Wandlungsprozesse, die für den Einzelnen in seiner Rolle als Mitglied in einer Familie oder Freizeitgruppe, als Konsument, als Facharbeiter oder als Auszubildender in ihren Verflechtungen hinsichtlich des globalen Handels von Waren und Dienstleistungen - beschleunigt durch den umfassenden Einsatz der EDV und der Kommunikationstechnik - kaum zu durchschauen sind, gewinnen zunehmend Einfluss auf die mikroökonomische Ebene und führen zu einer strukturellen Veränderung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Technische und organisatorische Neuerungen verändern ständig die Produktionsverhältnisse und führen dazu, dass die in der beruflichen Erstausbildung zu vermittelnden fachlichen Qualifikationen nicht im erforderlichen Maße den benötigten Qualifikationen entsprechen. Der zu beobachtende strukturelle Wandel der Arbeitswelt und dessen erkennbare Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit generell und auf die Herausbildung unterschiedlichster Beschäftigungsformen zeitigen darüber hinaus reale Folgen für das gesellschaftliche Miteinander. Ein in der Tradition des verstärkt zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Berufskonzeptes stehenden 'Dualen Systems der beruflichen Bildung' muss sich den o.a. Herausforderungen stellen auch unter dem Aspekt der Harmonisierung der Berufsausbildung in einem erweiterten Europa. Das vorliegende Forschungsergebnis als Konsequenz für die berufliche Bildung gewerblich-technischer Ausrichtung stützt sich zum Einen auf die Daten- und Literaturauswertung zum strukturellen Wandel der Berufs- und Arbeitswelt und zum Anderen auf die Interpretation der Antworten einer empirischen Untersuchung sowohl in mittelständischen Unternehmen als auch in 17 Berufsschulklassen (Industrie-, Werkzeug- und Zerspanungs-mechaniker des 2.,3. und 4. Ausbildungsjahres) an 6 gewerblich-technischen Berufsschulen im Raum Mittelhessen. In einer gesonderten Untersuchung äußern sich Auszubildende zur Qualität ihrer Ausbildung. Insgesamt wurden 24 Unternehmen - zu Betriebsmerkmalen, Qualifikations-anforderungen, betrieblicher Qualifizierung und organisatorischem Wandel und 306 Auszubildende zu Berufswahl, Berufsschule als Qualifikations-vermittlungsinstanz und Berufsperspektiven befragt. Die vorrangige Vermittlung von Fachwissen bleibt bei beiden Befragungs-gruppen unbestritten. Ebenso unstrittig ist, dass darüber hinaus solche Kompetenzen zunehmend wichtiger werden, die den veränderten Qualifikations-erfordernissen als Facharbeiter Rechnung tragen. Berufspädagogisch und bildungspolitisch ist ein Weg zu finden, der einerseits den Anspruch auf Persönlichkeitsbildung junger Menschen berücksichtigt und zudem sicher stellt, dass die Chance der materiellen und ideellen Verwertung der erworbenen Qualifikationen (erwerbs-)lebenslang erhalten bleibt und andererseits der Qualifikationsbedarf der Unternehmen decken kann die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorausgesetzt. Dies setzt ein, die Weiterbildung einschließendes, ganzheitliches Berufskonzept voraus. Neben dem qualitativen Anspruch auf Veränderung besteht seit Mitte der 80er Jahre das Problem des Ausbildungsstellen-Mangels. Dem jährlichen sommerlichen Trauerspiel der Appelle folgt je nach Konjunkturlage die soziale Auslese. Belegten die Ergebnisse der PISA-Studien die Selektion der Kinder und Jugendlichen nach der sozialen Herkunft, so lässt der Berufsbildungsbericht 2003 den Schluss zu, dass in der beruflichen Bildung analoge Entwicklungen schicksalhaft von den Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft akzeptiert werden. Mit meinem Reformvorschlag habe ich versucht, auch diesem Aspekt Rechnung zu tragen.de_DE
dc.identifier.urihttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:26-opus-16011
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/15934
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-15316
dc.language.isode_DEde_DE
dc.rightsIn Copyright*
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/*
dc.subjectBerufsbildungde_DE
dc.subjectberufliche Bildungde_DE
dc.subjectErstausbildungde_DE
dc.subjectBerufsbildungssystemde_DE
dc.subject.ddcddc:320de_DE
dc.titleDas System der dual organisierten beruflichen Erstausbildung im Spannungsfeld des strukturellen Wandels der Berufs- und Arbeitsweltde_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2004-06-30
local.affiliationFB 03 - Sozial- und Kulturwissenschaftende_DE
local.opus.fachgebietPolitikwissenschaftde_DE
local.opus.id1601
local.opus.instituteInstitut für Politikwissenschaftde_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE

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