Die enzymatische Umwandlung von all-trans in 11-cis Retinol im Rahmen des Sehzyklus ist Gegenstand intensiver Forschungsarbeit. Um ein modifiziertes Nachweisverfahren der Sehfarbstoffe mittels HPLC zu etablieren, ersetzten wir das als HPLC-Lösungsmittel gängige n-Hexan durch n-Heptan aufgrund der Tatsache, das eine frühere Arbeit der Forschungsgruppe Hinweise auf eine deutlich bessere Trennqualität erbrachte und führten hierzu Untersuchungen an den in-vitro entstehenden Isomeren des Retinals, des Retinols und des Retinylpalmitats durch. Hierbei gelang die Identifizierung des 7-cis Isomers, die Darstellung der häufigsten dicis- und tricis-Isomeren, sowie die Cochromatografie der Isomeren des Retinylpalmitats. Bei Untersuchungen im Nativgewebe konnten wir die Isomerenkonstellation in der hell- und der dunkeladaptierten Vertebratennetzhaut darstellen und auch Fehlerquellen in der Probenaufbereitung beschreiben. Mit Einschränkungen gelang auch die Darstellung von Sehfarbstoffisomeren in Pinealisdrüsen von Regenbogenforellen. Die Gesamtarbeit wurde ergänzt durch eine vergleichende Darstellung der HPLC-Messungen unter n-Hexan und n-Heptan als Haupteluenten und um eine arbeitsmedizinische Betrachtung zum Einsatz dieser Lösungsmittel in der HPLC
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