Untersuchungen zur Eisenspeicherung in Mammalymphknoten des Hundes
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Zusammenfassung
1. Ziel dieser Arbeit war die Identifikation von eisenhaltigem goldbraunem Pigment in Makrophagen caniner oberflächlicher Leistenlymphknoten. Weiterhin sollten mögliche Ursachen dieser Pigmentspeicherung hergeleitet werden.2. Das Untersuchungsgut bestand aus zur Routinediagnostik in das Institut fürVeterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen eingesandtenGewebeproben und Tieren. Es umfasste die oberflächlichenLeistenlymphknoten, unverändertes Milchdrüsengewebe und Mammatumorenvon 100 Hunden sowie die oberflächlichen Leistenlymphknoten, mittlerenDarmbeinlymphknoten, Achsellymphknoten, Kehlgangslymphknoten und Milzenvon weiteren 100 Hunden ohne Mammatumoren. Zu allen Hunden wurdenFragebogendaten erhoben. Folgende histologische Untersuchungen wurdendurchgeführt: Berliner Blau-Reaktion, Turnbulls Blau-Reaktion, H.E.-Färbung,Immunhistologie auf Laktoferrin, Fluoreszenzmikroskopie, SchmorlsFerri-Ferrizyanid-Reaktion, Bleichen und Long Ziehl-Neelsen-Reaktion.3. Bei dem eisenhaltigen goldbraunen Pigment in Makrophagen caninerLymphknoten handelte es sich um Hämosiderin. Außer Hämosiderin könnte ineinigen Lokalisationen von Lymphknoten, Mammatumor und Milchdrüse auchFerritin eine Berliner Blau-positive Reaktion verursacht haben. Laktoferrin warnicht an einer Pigmentierung oder an einer Berliner Blau-positiven Reaktionbeteiligt. Es konnte kein zweiwertiges Eisen mittels Turnbulls Blau-Reaktionnachgewiesen werden. Intrazelluläres, Berliner Blau-negatives, braunes Pigmentin Makrophagen caniner Lymphknoten war vermutlich Lipofuszin, in einigenFällen möglicherweise auch Aposiderin.4. Die Ergebnisse der eigenen Untersuchung spiegeln die drainierende, filtrierende und eisenspeichernde Funktion der Lymphknoten, im Rahmen derer es zu einer Steigerung des Hämosideringehalts mit dem Alter kam, wieder. Dabei nahm zum einen das tributäre Gebiet Einfluss. Zum anderen gab es einen allgemeinen systemischen Einfluss. Ein Einfluss von Sexualhormonen, von Neoplasien in den Lymphknoten oder von Mammatumoren im Milchdrüsengewebe konnte nicht hergeleitet werden. Das Auftreten von Hämosiderin oder Laktoferrin inMammatumoren war nicht mit der Dignität der Tumoren assoziiert.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
