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Untersuchung der funktionellen Rolle von mesenchymalen Stroma-/Stammzellen in der Entwicklung der humanen Plazenta mit weiterer Exploration ihrer Funktion in der Pathogenese der Präeklampsie

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Die Plazenta leistet die lebenswichtige Unterstützung für den Fötus während des intrauterinen Lebens und spielt auch für die Gesundheit der Mutter eine wegweisende Rolle. Durch die Entwicklung von Pathologien der Plazenta wird die Gesundheit von Mutter und/oder Ungeborenem gefährdet. Präeklampsie ist eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung mit Endorganschäden, deren Entstehung von der Plazenta aus geht. Genaue Pathomechanismen sind nicht bekannt und eine kausale Therapie nicht etabliert.
Als neu entstehendes Organ mit schnellem Wachstum und Differenzierung besitzt die Plazenta eine große Population an Stammzellen, einschließlich villöser mesenchymaler Stroma-/Stammzellen. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass humane villöse MSCs mehrere Schlüsselrollen bei der Schaffung eines funktionalen Mikroumfelds spielen, das für eine erfolgreiche Schwangerschaft entscheidend ist. Wie diese Zellen reguliert werden, ist jedoch nicht gut erforscht. Diese Arbeit zeigt, dass humane Chorion Villi-MSCs (hCVMSCs) primäre Zilien tragen und dass das primäre Zilium während der Gestation dynamisch reguliert wird. Die hier präsentierten Daten deuten darauf hin, dass das primäre Zilium für die Funktionalität wie Motilität, Homing und Differenzierung der hCV-MSCs durch ordnungsgemäße Signaltransduktion erforderlich ist. Ebenfalls wurde ein positiver Einfluss von hCV-MSCs auf die Eigenschaften von extravillösen Trophoblasten (EVTs) sowie Endothelzellen aus der V. umbilicalis beobachtet. Hierbei wurde bei den EVTs eine Änderung der Länge des primären Ziliums analysiert.
Die Zilien von hCV-MSCs aus präeklamtischen Plazenten sind beeinträchtigt, diese hCV MSCs sind in ihren eigenen Funktionen sowie in ihrer Interaktion mit trophoblastischen Zellen und Endothelzellen dysfunktional. Daher ist von einer Einschränkung ihrer Funktion in der Plazentaentwicklung und dem Organerhalt auszugehen. Somit könnten defekte Zilien mit der Pathogenese der Präeklampsie in Zusammenhang stehen und mit dem Fortschreiten der Präeklampsie verbunden sein.

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