Validierung ganzjähriger Außenhaltung von Fleischrindern auf betriebsübergreifender Ebene unter den Aspekten Produktionstechnik und Narbe

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2007

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Zur Ganzjahresaußenhaltung von Wiederkäuern liegt eine ganze Reihe meist faktorieller Untersuchungen zur Analyse und Optimierung von Teilaspekten vor. Basierend auf den bisherigen Untersuchungen wurden hier mit integrierendem Ansatz Fragen zur Produktionstechnik und Narbenbeschaffenheit betriebs-übergreifend validiert. Grundlagen der Validierungen bilden Voll- und Nebenerwerbsbetriebe mit langjährig professionell praktizierter Winterumtriebs- und Winterstandweide in den Regionen Westerwald und Odenwald. Als Zielgrößen dienten die Erfassung der Arbeitsabläufe einschließlich des Zeitbedarfs für die Versorgung der Weidetiere im Winter, die Bewertung der Sachanlagen, die Erstellung von Artenlisten und Schätzung der artspezifischen Ertragsanteile, die Bestimmung bodenchemischer Kennwerte, die Ausweisung der Bodentypen sowie die Erfassung von Narben-schäden. Erhoben wurde systematisch im 100 x 100m Raster (= 418 Punkte) die gesamten Betriebsflächen des Betriebszweiges Fleischrinderhaltung. Folgende Ergebnisse lassen sich herausstellen: Unter Einschluss von Gebäude-, Maschinen-, Grundfutterkosten sowie den Kostenpositionen Einstreu, Entmistung einschließlich Wirtschaftsdünger-applikation in Zusammenhang mit der Winterstallhaltung bzw. der Existenz von Unterständen ergab sich die Kostenrelation Stallhaltung zu Winterstandweide mit Unterstand zu Winterumtriebsweide ohne Unterstand von 100 zu 35 zu 26. Auf Basis der Kosten ergibt sich für die Wettbewerbssituation der Haltung von Fleischrindern hierzulande in peripheren Regionen, dass sie offenbar mit der traditionellen Fleischrinderhaltung in Übersee konkurrenzfähig ist. Hauptbestandsbildner auf den Lolio-Cynosureten waren Lolium perenne und Trifolium repens, auf den Festuco-Cynosureten Festuca rubra und Agrostis capillaris. N- (= Elymus repens, Rumex obtusifolis, Cirsium arvense) und Verdichtungszeigerpflanzen (= Deschampsia cespitosa, Juncus spec.) über-schritten punktuell in ganz wenigen Fällen die Schwelle der Bekämpfungs-würdigkeit. Von Neuansaaten, Nachsaaten und Herbizidanwendungen wurde zur Bestandsregulierung langjährig kein Gebrauch gemacht. Sowohl der futterwirtschaftliche Wert (= Basis: Bestandswertzahl) wie die floristische Diversität (= Basis: α-Diversität, Shannon-Index) waren weide-gesellschaftstypisch abgestuft.

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