Untersuchung zum Nachweis und zum Vorkommen von Mykotoxinen in Futtermitteln für Pferde
Lade...
Datum
Autor:innen
Betreuer/Gutachter
Weitere Beteiligte
Beteiligte Institutionen
Herausgeber
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Lizenz
Zitierlink
Zusammenfassung
In vorliegender Arbeit wurden 62 kommerziell hergestellte Pferdefutterproben von 22 verschiedenen Herstellern auf die Mykotoxine T-2 Toxin und HT-2 Toxin, DON, Zearalenon, FB1, OTA und Ergotalkaloide mittels EIA untersucht. Bei dem untersuchten Probenmaterial handelte es sich um Mischfuttermittel (Müsli/Mash, n = 39, Pellets, n = 12) und Einzelfuttermittel (Mais, n = 5, Hafer, n = 4, Gerste, n = 2).Für die Nachweisgrenzen bzw. die Wiederfindungsraten der einzelnen Mykotoxin-EIA konnten folgende Ergebnisse ermittelt werden: T-2 Toxin: 0,1 µg/kg; 71%, T 2 Toxin/HT 2 Toxin: 0,2 µg/kg; 97%, DON: 10 µg/kg; 84%, Zearalenon: 5 µg/kg; 93%, FB1: 2 µg/kg; 113%, OTA: 0,2 µg/kg; 67%, Ergotalkaloide (gruppenspezifischer Generic Ergot Alkaloid-EIA, GEA): 30 mg/kg; 132%.Alle 62 untersuchten Proben waren positiv für T-2 Toxin (0,28-90,5 µg/kg, Median: 7 µg/kg), T-2 Toxin/HT-2 Toxin (0,75-228 µg/kg, Median: 24 µg/kg) und DON (16,4-4860 µg/kg, Median: 219 µg/kg). Zearalenon konnte in 61 Proben (6,89-312 µg/kg, Median: 61 µg/kg) und FB1 in 58 Proben (2,04-2190 µg/kg, Median: 27 µg/kg) nachgewiesen werden. Ergotalkaloide wurden in 38 (34,3-1200 µg/kg, Median: 97 µg/kg) und OTA in 26 (0,21-4,12 µg/kg, Median: 0,35 µg/kg) der untersuchten Futterproben nachgewiesen. Eine Kontamination mit allen in die Untersuchung einbezogenen Mykotoxinen zeigte sich bei 20 Proben.Die höchsten Mykotoxinkonzentrationen wurden vor allem in den Einzelfuttermitteln gefunden. So wurden die höchsten DON- und FB1-Konzentrationen in reinen Maisproben, die höchste T-2 Toxin/HT-2 Toxin-Konzentration in einer reinen Haferprobe und die höchste Ergotalkaloidkonzentration in einer reinen Gersteprobe nachgewiesen.Eine signifikant positive Korrelation zwischen den einzelnen Mykotoxinen wurde zwischen Zearalenon und DON, Zearalenon und FB1, Zearalenon und OTA sowie zwischen T-2 Toxin/HT-2 Toxin und den Ergotalkaloiden festgestellt. Darüber hinaus zeigte sich eine signifikant negative Korrelation zwischen T-2 Toxin/HT-2 Toxin und DON.Die Ergebnisse demonstrieren das häufige Vorkommen von Mykotoxinen im Pferdefutter. Darüber hinaus wurde eine starke Co-Kontamination der Futterproben mit mehreren Mykotoxinen festgestellt. Insgesamt waren die Mittelwerte und Medianwerte der gemessenen Toxinkonzentrationen aber relativ niedrig, so dass soweit anwendbar Richt- oder Höchstmengen nicht überschritten wurden. Hinweise auf akute Gesundheitsrisiken wurden nicht gefunden. Wegen der unbefriedigenden Datenlage zur Wirkung von Mykotoxinen und ihrer kombinierten Aufnahme durch Pferde können mögliche Langzeiteffekte aber nicht ausgeschlossen werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
