Eine vierarmige, doppelblinde, randomisierte, placebo-kontrollierte Studie bezüglich der Wirksamkeit einer Zink-Octopirox Shampoo Formulierung vs. einer Oxiconazol- bzw. einer Zink-Pyrithion-haltigen Formulierung bei Pityriasis simplex capillitii (Kopfschuppen)

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Die obligat lipophilen Hefen der Gattung Malassezia sind seit über 150 Jahren als Bestandteile der Mikroflora sowohl der menschlichen Haut als auch vieler Warmblüter bekannt. Neben ihrer Bedeutung als Saprophyt spielen Malassezia Spezies als Krankheitserreger der Pityriasis versicolor, des seborrhoischen Ekzems und seiner Minimalvariante, der Kopfschuppen, (Pityriasis simplex capillitii), eine Rolle (Hay et al., 1992, Shuster, 1984). Die Beziehung zwischen Malassezia und Kopfschuppen wurde ex iuvantibus durch eine Reihe von Behandlungsstudien hergestellt, die zeigen konnten, dass Antimykotika eine klinische Besserung hervorrufen konnten, während die Rekolonisation mit diesen Hefen zu erneuten Krankheitserscheinungen führte (Aron-Brunetière et al., 1977, Barber, 1977, Carr et al., 1986, Hay et al., 1997, Shuster, 1984). In einer doppelblinden, randomisierten, vierarmigen Studie wurde die Wirksamkeit einer Octopirox®-Shampoo-Formulierung (enthaltend 0,5% Octopirox® sowie 0,35% ZnCl2) mit Zink-Pyrithion (0,5%) und Oxiconazol (0,25%) in gleicher Shampoo-Grundlage sowie der Shampoo-Grundlage allein (Placebo) auf die Kopfschuppenerkrankung (Pityriasis simplex capillitii) miteinander verglichen. Als Zielparameter wurden Schuppengröße, Schuppenmenge, die Quantität und Qualität der gefundenen Malassezia-Hefen, sowie das subjektive Befinden der Probanden, gewählt. Der Schweregrad der Kopfschuppenausprägung (Kopfschuppenmenge) hatte sich in den einzelnen Studienarmen nahezu gleichmäßig verringert (keine signifikanten Differenzen). In der Placebo-Gruppe ist nur eine geringe Veränderung nachweisbar. In der relativen Besserung zum Ausgangswert schneiden Zink-Pyrithion und Octopirox® am besten ab. Hinsichtlich der Kopfschuppengröße lassen sich keine wesentlichen Veränderungen erkennen. Jedoch korreliert der günstige Einfluss der aktiven Behandlung auf die Schuppenmenge nicht mit Veränderungen von Quantität und Qualität der Kopfhautflora. Unter Therapie findet sich ein Abfall des Kulturergebnisses besonders in der mit Zink-Pyrithion behandelten Gruppe, signifikante Differenzen ergaben sich jedoch nicht. Es ließ sich auch keine Korrelation der Schwere der Kopfschuppenerkrankung mit einzelnen Malassezia Spezies ableiten. Die am häufigsten isolierten Spezies waren M. globosa und M. sympodialis, wobei die Häufigkeit von M. globosa im Laufe der Studie abnahm, die der negativen Kulturergebnisse hingegen zunahm. Für den subjektiven Parameter Juckreiz findet sich eine Abnahme in allen 4 Studienarmen unter Therapie. Sie ist am stärksten ausgeprägt bei Octopirox®, ohne jedoch im Vergleich zu den anderen Studienarmen Signifikanz zu erreichen. Zusammenfassend findet sich ein deutlicher Einfluss einer Verum-Behandlung auf die Kopfschuppenerkrankung. Jedoch konnte in dieser Studie kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem klinischen Merkmal -Kopfschuppung- und der Besiedlung mit Malassezia-Hefen gefunden werden. Dennoch kann unter antimykotischer Therapie eine klinische Besserung erzielt werden, die mit einer Reduktion der Keimzahl einhergeht. Dieses zunächst ungewöhnliche Ergebnis entspricht aber den bisher bereits publizierten Ergebnissen. Die Pathogenese der Kopfschuppenerkrankung ist letztlich nicht geklärt, jedoch wirken antimykotische Zubereitungen.

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