Darstellung des frühen pulmonalarteriellen Remodellings nach Endarterektomie bei chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie mittels Magnetresonanztomographie
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Zusammenfassung
Die pulmonale Hypertonie (PH) ist eine schwere, progrediente Erkrankung der Lungengefäße, die zu einem Anstieg des pulmonalarteriellen Mitteldrucks über 25 mmHg führt. Die Chronisch Thromboembolische Pulmonale Hypertonie (CTEPH) ist eine Variante der PH, die primär durch thromboembolische Verschlüsse der proximalen Pulmonalarterien entsteht. Sie ist die einzige Variante der PH, bei der die Möglichkeit einer kausalen Therapie mittels pulmonaler Endarterektomie (PEA) besteht. Ziel der PEA ist die operative Entfernung der Stenosen und Verschlüsse der Pulmonalarterien mit einer vollständigen Wiederherstellung der normalen Hämodynamik. Goldstandard zur Diagnostik einer PH ist die invasive Druckmessung mittels Rechtsherzkatheteruntersuchung. Es soll gezeigt werden, dass die kardiale MRT sowohl die hämodynamischen Veränderungen als auch das Remodelling valide widerspiegelt. Die CTEPH ist hierzu ein hervorragendes klinisches Setting, um die Eignung der kardialen MRT zur Verlaufsbeobachtung von Patienten mit PH zu untersuchen, da die operative Versorgung der CTEPH gleichsam als On-and-off-Modell der pulmonalarteriellen Hypertonie gesehen werden kann. Es werden prä- und postoperative MRT-Untersuchungen von Patienten mit PEA ausgewertet. Dabei werden Ergebnisse der Phasenkontrast- und Perfusions-MRT des Truncus pulmonalis verglichen. Weiterhin werden Ergebnisse der peri- und postoperativen invasiven Druckmessung verwendet. Sowohl für die Querschnittsfläche des Truncus pulmonalis als auch für die maximale Flussgeschwindigkeit zeigt die Phasenkontrast- MRT signifikante Veränderungen nach PEA. Die Flusskurvenanalyse erlaubt weitere Rückschlüsse auf die Veränderung der pulmonalvaskulären Hämodynamik. Auch die Perfusions-MRT zeigt eine signifikante Verkürzung der TTP. Obwohl eine direkte Ableitung des pulmonalvaskulären Widerstands oder Druckes noch nicht etabliert ist, zeigen sich die in der vorliegenden Arbeit beschriebenen Parameter als hervorragende Parameter, um die hämodynamischen Veränderungen in der Evolution einer CTEPH zu beschreiben. Die MRT kann somit nicht die invasiven hämodynamischen Messungen an Patienten mit CTEPH ersetzen. Da sie aber ein nicht invasives Verfahren ohne Strahlenbelastung ist, eignet sie sich gut zur Darstellung des postoperativen Remodellings der Pulmonalarterien, zur weiteren Verlaufsbeobachtung nach der PEA und zur Verlaufsbeobachtung von Patienten, die aufgrund einer fehlenden OPFähigkeit konservativ behandelt werden müssen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
