Diagnose chronisch-entzündlicher Krankheiten im oberen Verdauungstrakt von Hund und Katze
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Zusammenfassung
Der Literaturteil gibt einen Überblick über die Erkrankung Inflammatory Bowel Disease (IBD) bei Hunden und Katzen. Es werden Formen, Ätiologie, Symptome, Diagnose, Differenzialdiagnose, Prognose und Therapie beschrieben und ein Einblick in die IBD beim Menschen gegeben. Außerdem werden histologische Befunde physiologischer und erkrankter Magen-Darm-Schleimhaut bei Hunden und Katzen dargestellt. Es werden weiterhin eine Übersicht zum Vorkommen von Gastric Helicobacter Like Organisms (GHLOs) bei Hunden und Katzen gegeben und verschiedene Nachweismethoden beschrieben. Die Frage nach dem Krankheitswert und dem Zoonosepotential von GHLOs wird erörtert. Gegenstand dieser Arbeit waren 59 Hunde und 17 Katzen mit chronisch gastrointestinalen Symptomen und klinisch unklarer Ätiologie. Es wurden Daten zu Anamnese, Symptomatik, Klinik, Endoskopie, Therapie und Verlauf gesammelt und ausgewertet. Biopsien aus Magen, Duodenum und Kolon dieser Tiere wurden gefärbt (Hämatoxylin-Eosin, modifizierte Giemsafärbung, teilweise Immunhistochemie) und histologisch auf das Vorliegen von Entzündungszeichen und das Vorkommen von Spiralbakterien untersucht. Alle untersuchten Hunde und Katzen zeigten typische Symptome einer chronischen gastrointestinalen Erkrankung. Die Befunde der Blutuntersuchung und der Endoskopie waren unspezifisch. Relevante Unterschiede zwischen Tieren mit und ohne GHLO-Besiedlung der Magenschleimhaut waren nicht festzustellen. Parasitologische und bakteriologische Untersuchungen verliefen negativ. Etwa zwei Drittel der untersuchten Hunde und Katzen zeigten Entzündungen im gesamten Magen-Darm-Trakt. Die Gastroenteritis hatte bei 8 Hunden und 6 Katzen einen aufsteigenden Charakter. Sehr häufig trat eine chronisch-aktive Gastritis in Kombination mit einer lymphoplasmazellulären Enteritis (LPE) auf. Vereinzelt wurden auch Fälle von herdförmig-granulomatösen Entzündungen sowie eosinophile Enteritiden nachgewiesen. Bei 61% der Hunde und 88% der Katzen konnten mit der modifizierten Giemsafärbung GHLOs auf der Magenschleimhaut festgestellt werden. Eine Korrelation zwischen der Lokalisation der Bakterien und der entzündlichen Veränderungen konnte nicht ermittelt werden. Hunde mit GHLO-Besiedlung der Magenschleimhaut wiesen nicht nur seltener sondern auch leichtere Gastritiden auf als Hunde ohne Infektion. In Biopsien von Duodenum und Kolon konnten keine GHLOs nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen sprechen nicht für einen ursächlichen Zusammenhang von GHLO-Besiedlung und Gastritis bei Hunden und Katzen. Die bei den untersuchten Tieren festgestellte Magenschleimhautentzündung scheint die gastrale Manifestation der komplexen intestinalen Entzündung (IBD) zu sein. Für eine statistisch abgesicherte Aussage sind die Fallzahlen allerdings zu geringVerknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : http://www.dvg.net/ DVG Service, 2005
