Vergleich zwischen offener operativer, minimalinvasiver und konservativer Behandlung bei frischer Achillessehnenruptur : Ergebnisse einer prospektiven randomisierten monozentrischen Studie an 90 Patienten

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Die hohe Inzidenz akuter Achillessehnenrupturen (ASR) (mehr als 21.500 Fällen p.a. in Deutschland), bei zumeist degenerativ vorgeschädigter Sehne, verlangt bereits beim ärztlichen Erstkontakt nach einem klaren Behandlungskonzept. Aber auch aus sozioökonomischer Sicht stellt jegliche Verzögerung der geeigneten Therapie eine zusätzliche Belastung dar.Die Studie zeigt einen direkten Vergleich von offen operativer (OFF), minimalinvasiver Operation mittels Dresdner Instrument (MIN) und konservativer Behandlung (KONS) hinsichtlich Reruptur, klinischem Outcome und Wiederkehr zu Beruf und Sport. Zusätzlich wird ein Zusammenhang zwischen Sonographiebefund und klinischem Outcome untersucht. Eingeschlossen werden 90 Patienten mit akuter ASR als Monoverletzung loco typico. Ausschlusskriterien sind u.a. eine dauerhafte Cortison-Einnahme, chronische Achillodynie und knöcherne Ausrisse. Alle drei Gruppen erhalten das gleiche Nachbehandlungsschema mit einer achtwöchigen Behandlung im VACOped®-Stiefel. Neben der klinischen und sonographischen Beurteilung, nach sechs, zwölf und 24 Monaten, werden der Ankle and Hindfoot Score (AOFAS-AHS), die Visuelle Analog Skala Fuß und Sprunggelenk (VAS FA), der Short Form Gesundheitsfragebogen (SF-36) und die Ergebnisse eines Fragebogens zur Nachbehandlung erfasst.Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann keiner Behandlungsform eine Überlegenheit hinsichtlich der untersuchten Parameter zugesprochen werden. Insgesamt zeigen sowohl die Ergebnisse der objektivierbaren Tests, als auch die subjektive Einschätzung der Patienten ein sehr gutes und zufriedenstellendes Behandlungsoutcome. Unabhängig von der Behandlungsstrategie kommt es zu Veränderungen der Lebensqualität, der Sportfähigkeit und der Unterschenkelkraft. Die Daten erlauben allein anhand des Sonographiebefundes keinen Rückschluss auf die postoperative Belastbarkeit. Auch in Zukunft wird es weiterhin wichtig sein, betroffene Patienten über die Vor- und Nachteile der einzelnen Behandlungsoptionen aufzuklären und die Patientencompliance zu prüfen. Abschließend sollte eine Therapieentscheidung in Abstimmung mit den individuellen Bedürfnissen des Patienten fallen.

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