Serumkonzentrationen der Neurotransmitter "Nerve Growth Factor", "Substanz P" und "Calcitonin Gene-Related Peptide" bei chronischem Spannungskopfschmerz

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In dieser Arbeit werden die Neurotransmitter Nerve Growth Factor (NGF), Substanz P (SP) und Calcitonin gene-related peptide (CGRP) beim chronischen Spannungskopfschmerz untersucht. Neurotransmitter spielen eine Rolle in der Pathophysiologie verschiedener Schmerzzustände und Kopfschmerzsyndrome. Für NGF, SP und CGRP ist eine Beteiligung bei der Entstehung von Migräne und Cluster Kopfschmerz bereits nachgewiesen. Wir vermuteten auch bei Patienten mit chronischem Spannungskopfschmerz erhöhte Werte.Es wurden Serumkonzentrationen der drei Proteine bei Patienten mit chronischem Spannungskopfschmerz und bei gesunden Kontrollen gemessen. Hierzu wurde für NGF ein ELISA etabliert, SP und CGRP wurden jeweils mit kommerziell erhältlichen ELISA gemessen. Beim NGF wurden des Weiteren zirkadiane Messungen bei 16 Kontrollpersonen vorgenommen. Dabei wurde auch auf eventuelle geschlechtsbezogene Unterschiede geachtet.Die NGF-Konzentrationen bei Patienten unterschieden sich nicht von denen gesunder Kontrollen (Kopfschmerz 90.2 ±198.3 pg/ml vs. Kontrollen 26.2±93.0 pg/ml, n. sign.). Es gibt keine zirkadiane Rhythmik in der Freisetzung des NGF. Die Werte weiblicher und männlicher Probanden unterscheiden sich nicht signifikant. Auch beim CGRP zeigten sich keine unterschiedlichen Konzentrationen (Kopfschmerz 9.3ng/ml ± 6.7ng/ml vs. Kontrollen 6.8ng/ml ± 7.3ng/ml, n. sign.). Dagegen waren die Konzentrationsunterschiede bei SP zwischen Patienten und Kontrollen signifikant (Kopfschmerz 81.7 pg/ml ± 42.4 pg/ml vs. Kontrollen 55.5 pg/ml ± 27.3 pg/ml, p <0.05). Die Serumkonzentrationen der Transmitter korrelieren nicht untereinander. Da die signifikant höheren SP-Werte bei Patienten am ehesten durch NGF verursacht sind, ist trotz unserer teils negativen Ergebnisse eine Beteiligung aller drei untersuchten Neurotransmitter wahrscheinlich. Am ehesten ist die Ursache der fehlenden Konzentrationsunterschiede bei NGF und CGRP zwischen den beiden Kollektiven in der Diskrepanz zwischen zentraler Ausschüttung und peripherer Blutkonzentrationen zu sehen. Hierzu sollten weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

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